Aktuelle Artikel

Prags Oberbürgermeister Zdeněk Hřib beim Hissen der Regenbogenfahne am Magistratsgebäude. Foto: ČTK/Vondrouš Roman

Eine der größten kulturellen und politischen Veranstaltungen in Prag hat wieder begonnen, die diesjährige Pride. Während diese die Menschlichkeit und Liebe feiert, versuchen tschechische Abgeordnete, die gleichgeschlechtliche Ehe unmöglich zu machen.

LandesEcho Print

Titelseite LE 7/2022

In der Juli -Ausgabe informieren wir Sie über die EU-Ratspräsidentschaft Tschechiens, berichten wir über die Rückkehr der Brücke/Most-Stiftung, schreiben wir über Pläne für ein Jüdisches Museum in Brünn, erfahren Sie mehr über Gregor Mendel, den Begründer der modernen Genetik, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährt. Im Forum der Deutschen berichten wir über den ersten Emmerich-Rath-Cup, ein…

    Wegweiser

    Forum der Deutschen

    Die Jugend- und Kulturorganisation der deutschen Minderheit (JUKON) in Tschechien lädt ihre Mitglieder und alle Interessierten zur offenen Vollversammlung am 19. August 2022.

    Gesellschaft

    Prags Oberbürgermeister Zdeněk Hřib beim Hissen der Regenbogenfahne am Magistratsgebäude. Foto: ČTK/Vondrouš Roman

    Eine der größten kulturellen und politischen Veranstaltungen in Prag hat wieder begonnen, die diesjährige Pride. Während diese die Menschlichkeit und Liebe feiert, versuchen tschechische Abgeordnete, die gleichgeschlechtliche Ehe unmöglich zu machen.

    Politik

    Deutschlands Außenministerin Annalena Baerbock und ihr tschechischer Amtskollege Jan Lipavský bei der gemeinsamen Pressekonferenz am Dienstag, den 26. Juli 2022, in Prag. Foto: Manuel Rommel

    Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem tschechischen Außenminister Jan Lipavský zeigte sich Deutschlands Chefdiplomatin Annalena Baerbock zuversichtlich, dass sich der Ringtausch mit Tschechien zur Unterstützung der Ukraine auf einem guten Weg befinde. Daneben sprachen Baerbock und Lipavský über die deutsch-tschechische Zusammenarbeit in den nächsten Jahren, die tschechische EU-Ratspräsidentschaft sowie über die aktuelle Situation um den Waldbrand in der Böhmischen und Sächsischen Schweiz.

    • Markus Söder und Petr Fiala begrüßten sich an der Kramář-Villa.     Foto: Jannik Marthe

      Zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt reiste am 14. Juli 2022 der bayerische Ministerpräsident Markus Söder zu einem offiziellen Besuch nach Tschechien, um sich mit dem Regierungschef Petr Fiala zu treffen. Neben aktuellen Themen stand die bayerisch-tschechische Zusammenarbeit im Mittelpunkt der Gespräche. Lobende Worte fand Söder vor allem für Tschechiens Umgang mit der Kernenergie.

    • Tschechiens Premier Petr Fiala vor dem EU-Parlament. Foto: ČTK/imago stock&people/IMAGO/ELYXANDRO CEGARRA

      Premier Petr Fiala (ODS) hielt am Mittwoch seine erste Rede im Zuge der tschechischen Ratspräsidentschaft vor dem Europäischen Rat und dem Europäischen Parlament. Er rief dazu auf, die aktuelle Krise gemeinsam zu lösen, Geschlossenheit gegenüber Russland zu demonstrieren und die Verbrennung bestimmter fossiler Energieträger als sauber zu definieren.

    • Premierminister Petr Fiala, rechts die Fahne mit dem Logo der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft. Foto: Vláda ČR

      Anfang Juli übernimmt die Tschechische Republik die EU-Ratspräsidentschaft. Dabei setzt sie auf die Schlüsselthemen Demokratie, Sicherheit, Ukraine und Energie. Ein Kernthema, welches Tschechien in Europa angehen wollte, fehlt aber.

    Meinung

    Foto: Pixabay

    Plänen des tschechischen Schulministeriums zufolge soll das Lernen einer zweiten Fremdsprache an tschechischen Grundschulen künftig nicht mehr verpflichtend sein. Nachdem Lehrerverbände und eine Reihe von Institutionen eine Petition gegen die Pläne unterzeichneten, drückten nun ihren Unmut auch die Botschafter Deutschlands, Frankreichs, Spaniens und Italiens auf einem tschechischen Nachrichtenportal in einem gemeinsamen Kommentar aus, den wir hier für Sie übersetzt haben.

    • Foto: Manuel Rommel

      Deutschland hat sich vom östlichen Europa abgewandt. Länder wie Sachsen, Städte wie Dresden könnten eine Brücke sein und haben diese Chance vertan, wie unser Autor resümiert. Das muss sich dringend ändern.

    • Tschechiens Ex-Präsident Václav Klaus. Foto: ČTK/Šulová Kateřina

      Tschechiens Ex-Präsident Václav Klaus und sein amtierender Nachfolger Miloš Zeman gehören seit jeher zu den Bewunderern Wladimir Putins. Während Zeman mit Beginn des Überfalls auf die Ukraine aber immerhin eingeräumt hat, sich in Putin geirrt zu haben, fällt Klaus zunehmend als dessen wichtigstes Sprachrohr in Ostmitteleuropa auf.

    • Im Mai öffnete sich wieder die deutsch-tschechischer Grenze für den kleinen Grenzverkehr. Foto: ČTK/imago stock & people/Steffen Unger via www.imago-images.de

      Das Jahr neigt sich dem Ende zu und auch das LandesEcho zieht Bilanz. Hier können Sie noch einmal die meist gelesenen Beiträge auf LandesEcho.cz Revue passieren lassen. Dabei befand sich verständlicherweise die Coronapandemie und die damit verbundenenen Einschränkungen beim Reisen im Mittelpunkt des Interesses. Das Jahr 2021 brachte uns aber auch einen Tornado, den Abschied von einer beliebten Schauspielerin und beinahe eine Lebensmittelquote.

    Wirtschaft

    Foto: Pixabay

    Ein neues Gesetz verbietet die Herstellung und den Verkauf bestimmter Einwegprodukte aus Plastik in Tschechien. Damit folgt das Parlament mit einjähriger Verspätung einer Vorgabe der EU.

    • Foto: Pixabay

      Brot, Geflügel und Milch traf es in Tschechien am härtesten. Die Inflation liegt bei über 17 Prozent, Grundbedürfnisse wie Wohnen und Lebensmittel verzeichneten den größten Anstieg, Auswirkungen auf den Tourismus sind noch nicht zu spüren.

    • Bundeswirtschaftsminister Roberrt Habeck und sein tschechischer Amtskollege Jozef Síkela. Foto: ČTK/Vondrouš Roman

      Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und sein tschechischer Amtskollege Jozef Síkela warnten auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Prag vor Schreckensszenarien im Falle, dass Russland die Gaslieferungen über Nordstream 1 komplett einstellt. Am Montag unterzeichneten beide Minister eine Erklärung zur gegenseitigen Solidarität bei eventuellem Gasmangel.

    • Foto: ČTK/ imago stock & people/ Steffen Unger

      Einkauf oder Urlaub im Nachbarland rechnen sich nur noch bedingt. Immerhin lohnt sich noch die Fahrt zur Tankstelle.

    Unterwegs

    Die Löscharbeiten im Nationalpark Böhmische Schweiz dauern an. Foto: ČTK/Hájek Ondřej

    Die Tschechische Feuerwehr konnte am Montag einen großen Teil des Brandes im Nationalpark Böhmische Schweiz löschen. Heute erwarten die Einsatzkräfte allerdings aufwendige Löscharbeiten, die den Fortschritt verlangsamen könnten.

    • Aufnahmen der Tschechischen Feuerwehr zeigen das beliebte Prebischtor unbeschädigt. Foto: Twitter/ Hasičský záchranný sbor ČR

      Bereits den sechsten Tag kämpfen die Feuerwehrleute im Nationalpark Böhmische Schweiz unter größten Anstrengungen gegen die Flammen. Inzwischen hat sich die Lage etwas beruhigt und ein weiteres Ausbreiten des Brands konnte verhindert werden. Bei Herrnskretschen (Hřensko) ist der Brand laut Angaben der Feuerwehr unter Kontrolle. Das beliebte Ausflugsziel Prebischtor blieb offenbar größtenteils von den Flammen verschont.

    • Die Feuerwehr kämpf in Herrnskretschen (Hřensko) noch immer gegen die Flammen. Foto: ČTK/Hájek Ondřej

      Die Brände im Nationalpark Böhmische Schweiz sind noch immer nicht unter Kontrolle, insgesamt sind inzwischen eintausend Hektar betroffen. Die Feuerwehr versucht die Anwohner vor den Flammen zu schützen, die Löscharbeiten werden inzwischen mit Flugzeugen und Hubschraubern aus Polen, der Slowakei und Italien unterstützt. Unterdessen werden Vorwürfe gegen die Parkverwaltung laut.

    • Waldbrand im Nationalpark Böhmische Schweiz bei Herrnskretschen (Hřensko) am 24. Juli 2022. Foto: ČTK/Hájek Ondřej

      Seit Sonntagmorgen wütet ein Waldbrand im Nationalpark Böhmische Schweiz, 49 Löscheinheiten sowie Hubschrauber, ein Löschflugzeug und Feuerwehrleute aus Deutschland sind im Einsatz. Aufkommender Wind am Montagnachmittag hat dafür gesorgt, dass sich das Feuer wieder ausbreitet.

    Kultur

    Foto: Jakub Šnajdr

    Unter dem Motto „Kreuzungen“ beginnt am Freitag wieder „Meeting Brno“, das Brünner Kulturfestival zum Dialog zwischen Kulturen, Völkern und Religionen. In dessen Rahmen findet zum 17. Mal der „Versöhnungsmarsch“ statt, der an den Brünner Todesmarsch im Frühsommer 1945 erinnert. Das Festival bietet bis Ende Juli ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Veranstaltungen auch in deutscher Sprache.

    Im Gespräch

    Klára Bělíčková. ist 17 Jahre alt und Schülerin am Prager Gymnasium Na Zatlance. Seit drei Jahren engagiert sie sich bei der Jugend-Umweltbewegung Fridays for Future. Foto: Rebecca Cischek

    Seit mehr als drei Jahren setzt sich Fridays for Future für den Klimaschutz ein. LandesEcho hat mit Klára Bělíčková vom tschechischen Ableger der Bewegung gesprochen.

    Kolumne

    Zeichnung: Jiří Bernard

    Čauky mňauky, allerseits! Ich behaupte ja immer, dass die Wohnung, in der ich lebe, m e i n e Wohnung ist, in der mein Butler, der Herr Schmidt, nur einen gewissen Aufenthaltsstatus genießt. Doch jetzt hat sich das tatsächlich als richtig erwiesen. Mein Butler, dieser alte Lauser, konnte sich da nämlich plötzlich nicht mehr ausweisen. Er hatte vor dem Antritt seines Urlaubs beiläufig mal auf seinen deutschen Personalausweis geschaut und dabei einen heftigen Schreck bekommen. Der Ausweis, so las er da, verliere seine zehnjährige Gültigkeit mitten während der Ferien im schönen Dänemark. Da könnte er schon bei der Einreise von den dänischen Grenzern abgewiesen werden.

    Zum Anfang