Das Redaktionsgebäude des Nordschleswiger - Foto: Karin Riggelsen, Der Nordschleswiger

Das Jahr geht zu Ende und auch wir ziehen Bilanz. Hier finden Sie die zehn erfolgreichsten LE-Online-Beiträge des alten Jahres: Erinnern Sie sich noch? 😉

Im Jahr 2018 wehte die tschechische Trikolore häufig und an ganz verschiedenen Gedenktagen. Hier a 17.11. zum Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie / Foto: Peggy Lohse

Die „Achterjahre“ bescherten Tschechien ein Jahr der Symbolik. Es begann mit dem eher traurigen Gedenken an 1948, 1968 und 1938 und endete mit der Feier zum „100. Geburtstag der Tschechoslowakei“. Was bewirkt die Erinnerung? Und wie funktioniert kollektives Gedächtnis auch ohne Jubiläen?

Prag wählte neu. / Foto: Peggy Lohse

Nichts ist mehr wie zuvor in der tschechischen Hauptstadt. Die bei den jüngsten Wahlen erfolgreichen Kräfte wollen Prag sowohl von schmutzigen Polit-Praktiken als auch von dreckiger Luft befreien. Nun müssen sie an der Stadtregierung beweisen, dass sie die besseren Erneuerer sind als die nach vier Jahren abgewählte ANO-Partei.

Tschechiens Premier Babiš bei seiner deutschen Amtskollegin Merkel in Berlin / ČTK/AP/Markus Schreiber

Andrej Babiš hatte einige Male schon mit den Hufen gescharrt wegen eines Termins im Berliner Bundeskanzleramt. Aber Angela Merkel wollte keinen Premier „in Demission" empfangen, sondern den diplomatischen Gepflogenheiten entsprechen.

Foto: Eröffnungsrede Steffen Hörtler zum Sudetendeutschen Tag 2018 - Bild: LE/tra

Äußerst friedlich und total auf Versöhnung ausgerichtet, ging Pfingsten der Sudetendeutsche Tag in Augsburg über die Bühne. Der neue bayerische Ministerpräsident Markus Söder trat in die Fußstapfen seines Vorgängers Horst Seehofer und begrüßte die Annäherung zwischen den Nachkriegs-Vertriebenen und Tschechien ausdrücklich. Er sprach von einem „zarten Pflänzchen“. Es sei Aufgabe der Politik, dieses Pflänzchen „weiter wachsen zu lassen“.

Foto: Rote Boxershorts auf einer Wäscheleine - Bild: LE/tra

Noch einmal also Miloš Zeman auf der Prager Burg. Einer winzigen Mehrheit nur verdankt das politische Urgestein von der Moldau seine zweite Amtszeit als tschechischer Präsident. Aber Mehrheit ist Mehrheit. Was bedeutet der mit Sicherheit letzte Sieg, den der 73-jährige, alles andere als fitte Politprofi, in seinem langen politischen Leben eingefahren hat?

Foto: Hausmeister hängt deutsche Fahne neber der tschechischen Fahne auf - Bild: LE/tra

Angela Merkel hat nach den Erfahrungen der vergangenen Woche mit Donald Trump die verbale Reißleine gezogen und Sätze gesagt, die aufhorchen lassen: „Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei. Das habe ich in den letzten Tagen erlebt." Und: „Europa muss sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen."

Foto: Bohuslav Sobotka - Bild: LE/tra

Da ich das kommende Wochenende nicht in Prag, sondern in Ostrava verbringe, kann ich leider am Samstag nicht das wichtige Spiel meines Lieblingsvereins Borussia Dortmund um den dritten Platz in der Fußball-Bundesliga sehen, der für die direkte Qualifikation für die nächste Saison der Champions League erforderlich ist. Ich bin via Internet auf einen sogenannten Live-Ticker angewiesen, der mich wenigstens schriftlich minutenaktuell über den Stand der Dinge im Dortmunder Westfalenstadion informiert.

Foto: Prager Burg - Bild: LE/tra

Tschechien steckt in einer Regierungskrise, die sich am zweitreichsten Mann des Landes entzündet, einem milliardenschweren Unternehmer, der außerdem Vizepremier und Finanzminister ist. Andrej Babiš ist eine Art tschechischer Donald Trump, Politiker und Anti-Politiker zugleich.

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