Ab Freitagmitternacht ist der Verkehr zwischen Tschechien und Deutschland nur noch begrenzt möglich - Foto: Steffen Neumann

Am Donnerstag rief die tschechische Regierung den nationalen Notstand aus und beschloss erneut drastische Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ab Freitag sind Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen untersagt. Außerdem wird ab Freitag um 24 Uhr der Verkehr zu den Nachbarländern Deutschland und Österreich eingeschränkt, Ausländer aus Risikogebieten dürfen dann nicht mehr nach Tschechien einreisen. Ab Samstag wird der grenzüberschreitende Zug- und Busverkehr eingestellt und ab Sonntagnacht werden die Grenzen komplett geschlossen.

Gesundheitsminister Adam Vojtěch und Premierminister Andrej Babiš (v.l.n.r.) vor der Presse - Foto: ČTK/Šulová Kateřina

Um die Ausbreitung des Coronavirus in Tschechien zu verlangsamen, sind ab Dienstag 18 Uhr landesweit alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen untersagt. Ab Mittwoch bleiben Schulen und Hochschulen geschlossen. Die Maßnahmen gelten bis auf Weiteres.

Unbekannte Täter haben offenbar am Wochenende einen Teil der Karlsbrücke auf der Prager Kleinseite besprüht. Neben dem Schriftzug „Krakau + Moskau = Prag“ ist außerdem das Datum vom Sonntag zu sehen. - Foto: Tobias Barthel

Nachdem erst im letzten Jahr zwei deutsche Touristen die Karlsbrücke besprühten, kam es am vergangenen Wochenende erneut zu einer Schmiererei an dem mehr als 600 Jahre alten Bauwerk.

An insgesamt zehn Grenzübergängen führt die tschechische Polizei Kontrollen durch und misst stichprobenartig Fieber - Foto: ČTK/DPA/Armin Weigel

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, greift Tschechien zu drastischen Maßnahmen und führt seit Montagmorgen Kontrollen an den Grenzen zu den Nachbarländern durch. Stichprobenartig wird Fieber gemessen. Inzwischen ist die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus in Tschechien auf 35 gestiegen.

Eine verpackungslose Abfüllstation in einer Rossmann-Filiale - Foto: Petra Laurin

Egal ob Shampoo oder Lebensmittel: Dies und viele andere Dinge bekommt man in der tschechischen Grenzregion auch ohne Verpackung. Nun testet auch die deutsche Drogeriemarkt-Kette Rossmann in Reichenberg (Liberec) Nachfüllstationen.

Gesundheitsminister Adam Vojtěch vor der Presse, Foto: ČTK/Vondrouš Roman

In Tschechien sind die ersten Coronavirus-Infektionen aufgetreten. Nach drei ersten Fällen am Wochenende wurde am Dienstagmorgen bereits der fünfte Fall bestätigt. Alle Personen hatten sich in den vergangenen Tagen in Norditalien aufgehalten.

Reisende aus Österreich am Brünner Flughafen - Foto: ČTK/Zehl Igor

Neue Verdachtsfälle, Reisewarnungen und erste Hamsterkäufe. Die tschechische Regierung verschärft die Maßnahmen. Auch wenn es bislang keinen Infizierten durch das Coronavirus gibt, ist es in Tschechien inzwischen angekommen.

Buntes und närrisches Treiben auf der Prager Kleinseite Anfang Februar 2020 - Foto: Manuel Rommel

Karneval wird nicht nur am Rhein gefeiert, auch in Tschechien gibt es vor Beginn der Fastenzeit ein buntes und närrisches Treiben. Aber hier heißt die „fünfte Jahreszeit“ nicht Karneval oder Fasching, sondern „Masopust“.

Russische Matrjoschkas sollen bald aus Prager Souvenirläden verschwinden - Foto: Manuel Rommel

Das historische Zentrum Prags zwischen Wenzelsplatz, Karlsbrücke und Prager Burg ist voll von überteuerten Souvenirläden mit allerhand Ramsch und Andenken, die mit Prag und Tschechien wenig bis nichts zu tun haben. Wechselstuben tricksen mit dubiosen Wechselkursen oder versteckten Gebühren. Auch von „visuellem Smog“ in der Prager Altstadt ist die Rede. Schon lange möchte die Stadt dagegen vorgehen.

Als Ústí noch Aussig war: Ein Elbedampfer schipperte 1910 vor Burg Schreckenstein vorbei. Im Museum der Deutschen sollen künftig auch Aufnahmen wie diese vom Leben der Sudetendeutschen vor der Vertreibung erinnern. Foto: Stadtmuseum Aussig (Ústí nad Labem)

Nach jahrelanger Verzögerung könnte die Aussiger Dauerausstellung über die Geschichte und Kultur der Deutschen in den böhmischen Kronländern schon in diesem Oktober eröffnen.

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