Die Tschechischen Bahnen (ČD) möchten die Zahl ihrer Zugverbindungen nach Deutschland erhöhen. Züge zwischen Prag und Dresden könnten künftig stündlich verkehren. Die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn laufen.

Geht es nach den Plänen der ČD, könnten die Züge zwischen Prag und Dresden künftig stündlich verkehren. Nach Angaben von Vertretern der ČD werde derzeit geprüft, ob ein dichterer Fahrplan auf der internationalen Strecke realisierbar ist. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Neben betrieblichen Fragen spielt auch die Deutsche Bahn eine zentrale Rolle, mit der die ČD bezüglich ihrer Pläne zusammenarbeiten muss, da die weiteren Zugverbindungen ab Dresden vollständig in Verantwortung der DB liegen.

ČD denkt über Anschaffung weiterer ComfortJets nach

Um mehr Verbindungen anbieten zu können, denkt die ČD über die Bestellung zusätzlicher Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ ComfortJet nach. Der Zugtyp erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde und wird auf internationalen Verbindungen, wie auf der Strecke zwischen Prag und Berlin, bereits eingesetzt. Konkret ist die Rede von insgesamt 27 Zugeinheiten, die im Zuge des Verbindungsausbaus angeschafft werden könnten. Der Auftragswert dafür betrüge 8 Milliarden Kronen (rund 327 Millionen Euro).

Zugverbindungen nach Deutschland gefragt

Die Strecke Prag-Dresden gilt als wichtiger Teil der internationalen Bahnverbindungen zwischen Tschechien und Deutschland. Besonders auf der weiterführenden Route nach Berlin sind viele Züge regelmäßig ausgelastet. Ein dichterer Takt könnte daher die steigende Nachfrage besser abdecken. Von Dresden aus bestehen zudem Anschlussmöglichkeiten in andere deutsche Städte, etwa nach Leipzig oder weiter in Richtung Westen. Ob die neuen Züge tatsächlich bestellt werden und der Stundentakt eingeführt wird, soll nach Angaben der ČD bis Mitte dieses Jahres entschieden werden.

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