Natur im Schönhengster Land - Foto: Irene Kunc

Es war einmal eine Zeit, da an langen Winterabenden in vielen Dörfern des Schönhengster Landes (Hřebečsko) Federn geschlissen wurden. Dazu kamen Frauen und junge Mädchen in verschiedenen Häusern zusammen, um günstige Federbetten für ihre Aussteuer zu beschaffen. In den Arbeitspausen gab es Kaffee und Krapfen, während der Arbeit der Mädchen am Federnschleißen erzählte man sich Geschichten. Es wurde viel gelacht und gesungen.

Der Friedhof von Krönau - Foto: Místopisný průvodce po ČR (www.mistopisy.cz)

Nun ist wieder November und wir gedenken der Toten. Jede Blume, jedes Immergrün ist ein Zeichen der Verbundenheit mit jenen, die uns vorausgegangen sind. Jede Kerze oder Laterne ist mit ihrem Licht die Verbindung zwischen uns Lebenden und den Verstorbenen. Sie senden auch ihr Licht, hinüber auf die verfallenen, verwahrlosten Friedhöfe zu den Toten in fremder Erde und auf die Soldatenfriedhöfe. Friedhöfe sind auch die letzte Heimat für alle.

Vielerorts in Tschechien bieten die Grabstätten der ehemaligen deutschen Bevölkerung einen traurigen Anblick - Foto: Milan Votava

In vielen Orten Tschechiens bieten alte Grabstätten der ehemaligen deutschsprachigen Bevölkerung einen traurigen Anblick. In Haindorf und Ferdinandsthal kann man nun sudetendeutsche Gräber adoptieren, wodurch viele bereits aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht sind.

Das neue Präsidium der LV: Hana Slížová, Hans D. Korbel, Milan Neužil, Martin Dzingel, Michal Urban, Petra Laurin (v.l.). Auf dem Bild fehlt Marie Rončka, die in Abwesenheit gewählt wurde. Foto: Manuel Rommel

Die deutsche Minderheit wählte gleich fünf neue Mitglieder an ihre Spitze. Martin Dzingel wurde für weitere drei Jahre als Präsident bestätigt.

Maria Bründl im Reichenauer Wald - Foto: Irene Kunc

Der Herbst ist nicht nur die Jagdzeit, aber auch die Zeit, in der man in den Wald „auf Schwamerln geht“ und so kommt man im Wald an so manch kleinen sakralen Bauten vorbei. So kann man auch im Reichenauer Wald (Rychnov na Moravě) viele Schwammerl in der Nähe des Maria Bründl finden. Und um Maria Bründl dreht sich folgende Sage.

Der wiedergewählte Vorsitzende der AGDM Bernard Gaida (links) bei der Jahrestagung in Berlin, rechts Bernd Fabritius. Foto: Karpatenblatt/O.P.

Anfang November traf sich die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) zu ihrer Jahrestagung in Berlin. Eingeladen wurden die Vorsitzenden der Minderheitenverbände und die Vertreter der Jugendorganisationen der 21 deutschen Minderheiten aus den Ländern Mittel-Ost-Europas und aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Für die Landesversammlung der deutschen Vereine waren Präsident Martin Dzingel und der designierte neue JUKON-Vorsitzende Michal Urban dabei.

Diversity Beats monotony - Vielfalt statt Einfalt. Das Motto von Jukon bestimmte den Abend - Foto: Manuel Rommel

„Vielfalt statt Einfalt“, so lautet das Motto der Jugend- und Kulturorganisation der deutschen Minderheit in Tschechien, kurz: Jukon. Unter diesem Motto - Diversity Beats - stand auch die Party, die am vergangenen Samstag viele junge Leute im Prager Club swim zusammenkommen ließ. Zuvor stand eine Mitgliederversammlung auf der Agenda.

Die Ruine der Klosterkirche Mariakron bei Nacht - Foto: carokraj.cz

„Auf, auf zum fröhlichen Jagen“ oder „Im Wald und auf der Heide“ sind schöne Volkslieder, die uns die Freude am Jagen näherbringen. Dass das Jagen schon in der Vergangenheit den Menschen Freude brachte, können wir auch aus den Sagen aus dem Schönhengster Land (Hřebečsko) erfahren.

Richard Neugebauer am Eingang zum Sitz der Bohemia Troppau, Foto: Steffen Neumann

Richard Neugebauer ist das Gesicht der Bohemia Troppau. Sein Engagement für die deutsche Minderheit ist aber vielfältiger. Eine Annäherung.

Ängsälvor, Nils Blommér, 1850 - Foto: Wikimedia Commons

Nicht nur Wassermännern konnte man im Schönhengster Land früher begegnen, es gab hier auch Wasserfrauen, Wasserhexen, Nixen und Elfen.

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