Entwurf der geplanten Kaaden-Gedenkbriefmarke

Die Deutschen in Tschechien wollten annlässlich des 100. Jahrestages der tödlichen Schüsse von Kaaden am 4.März 1919 eigentlich eine spezielle Gedenkbriefmarke herausbringen. Aber die Tschechische Post machte nicht mit.

Historische Postkarte: Blick auf Kaaden 1889 / Bild: gemeinfrei/Wikipedia

Am 4. März 1919 besiegelten Dutzende Tote das Schicksal der deutschen Minderheit innerhalb der neu gegründeten Ersten Tschechoslowakischen Republik.

Wanderkarte mit deutschen Namen - Foto: Steffen Neumann

Vor zwei Wochen haben wir über die erste zweisprachige Wanderkarte mit deutschen historischen Namen berichtet. Das Interesse, die Karte käuflich zu erwerben, war daraufhin auch in Deutschland groß. Bislang gab es sie aber nur in Tschechien zu kaufen. Und der Versand aus Tschechien ist nicht billig. Doch nun ist die Karte im Maßstab 1:25000 auch in Deutschland erhältlich, genauer gesagt in Zittau im sächsisch-tschechisch-polnischen Dreiländereck.

Msgr. Winfried Pilz, Foto: Deutschsprachige katholische Pfarrei Prag

Der frühere Seelsorger der Deutschsprachigen katholischen Pfarrei, Winfried Pilz, ist am 23. Februar im Krankenhaus von Görlitz verstorben. Pilz wirkte nicht nur jahrelang als Priester in Deutschland, sondern war auch leidenschaftlicher Musiker, der u.a. das Lied "Laudato si, o mi Signore" schrieb. In den letzten Jahren ließ sich der gebürtige Warnsdorfer im deutsch-nordböhmischen Grenzgebiet nieder. Der Gedenkgottesdienst ist am kommenden Montag, die Beerdigung in Schönborn am 9. März.

Die Autoren Jan Heinzl und Otokar Simm sowie Kartograph Jan Prášil (von links) präsentieren stolz die neue Karte, Foto: Jan Škvára

Böhmen, Mähren und Schlesien sind reich an deutschen Orts- und Flurnamen. Doch das Wissen darüber verschwindet. Drei Enthusiasten haben nun für das Isergebirge und den Friedländer Zipfel die Namen gesammelt und sie erstmals in einer zweisprachigen Wanderkarte veröffentlicht. Und nicht nur das, die Karte ist auch aktuell. Man kann also mit ihr wandern.

Anton Otte (r.) erzählt über sein Buch. / Foto: Steffen Neumann

Monsignore Anton Otte blickt in einem Interviewbuch auf eine bewegte deutsch-tschechische Vita zurück.

Jetzt heißt es: Nach vorn schauen! / Foto: RachelBostwick/pixabay

Sie haben es vielleicht schon gehört: Das Bildungs- und Sozialwerk (BUSOW) organisiert nicht mehr die beliebten Kuraufenthalte. Die gemeinnützige Gesellschaft „Bohemia Troppau“ hat diese übernommen. Denn das BUSOW wurde im November 2018 geschlossen. Damit geht ein Stück der jüngsten Geschichte der Deutschen Minderheit in Tschechien zu Ende. Warum?

August 1947: Frauen und Mädchen, die in sowjetische Kriegsgefangenschaft kamen, im Heimkehrlager Polte Nord, wo sie nach 14-tägiger Quarantäne in ihre Heimatorte entlassen wurden. / Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1983-0422-308 / Donath, Otto / CC-BY-SA 3.0, BVA

Die Auszahlungen für zivile Zwangsarbeiter im Osten Europas schreiten voran. Viele Antragsteller werden sich jedoch noch bis zu zwei Jahren gedulden müssen, auch Hochbetagte, bei denen unklar ist, ob sie selbst noch so lange leben werden.

Die Štěpaníks und ihr Sortiment auf dem Markt / Foto: Richard Neugebauer

In der Reihe „Aktuelle Generation“ stellen sich Vertreter der Deutschen in Tschechien vor. Das Ehepaar Štěpaník produziert Naturprodukte für den regionalen Markt.

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