Bayerischer Europaminister Eric Beißwenger übergibt die Europa-Medaille an das Team von Meeting Brno. Von links: Petr Kalousek, Veronika Smyslová, Eric Beißwenger, Jiří Mottl und David Macek.
Bayerischer Europaminister Eric Beißwenger übergibt die Europa-Medaille an das Team von Meeting Brno. Von links: Petr Kalousek, Veronika Smyslová, Eric Beißwenger, Jiří Mottl und David Macek. Credit: Joerg Koch/Bayerische Staatskanzlei

Das Festival Meeting Brno erhält die Europa-Medaille für besondere Verdienste um den Freistaat Bayern in Europa und der Welt. Damit ist es schon der zweite Preis für die Initiative in diesem Jahr: Bereits im Juni wurde sie mit dem Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis für ihr Engagement für Aussöhnung und gute deutsch-tschechische Nachbarschaft ausgezeichnet.

Der Preis wurde am Dienstag, dem 8. September 2026, vom Bayerischen Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales, Eric Beißwenger, im Kuppelsaal der Bayerischen Staatskanzlei in München verliehen. Petr Kalousek, David Macek, Veronika Smyslová und Jiří Mottl vom Organisationskomitee von Meeting Brno nahmen die Ehrung vor Ort entgegen. Auf Einladung des Festivals Meeting Brno wurde im Mai erstmals der Sudetendeutsche Tag in Tschechien ausgetragen.

Das Festival setzt sich bereits seit elf Jahren intensiv mit historischen Konflikten auseinander, tritt für Minderheiten ein und vertieft aktiv die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland, Österreich und Tschechien. Mit dieser Ehrung erkennt der Freistaat Bayern das Engagement des Festivals für die bayerisch-tschechische Verständigung an.

Seit 1990 wird mit der Europa-Medaille jährlich das herausragende haupt- oder ehrenamtliche Engagement von Akteurinnen und Akteuren aus verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen gewürdigt, die sich um das internationale Ansehen Bayerns sowie die Förderung des Europagedankens verdient gemacht haben. Der bayerische Europaminister Beißwenger hob das große Engagement der Ausgezeichneten hervor: „Sie bauen Brücken, schaffen Begegnungen und übernehmen Verantwortung – über Grenzen hinweg.“

Die Delegation aus Brünn (Brno) erhält den Preis für ihren langjährigen Einsatz für eine offene Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte, insbesondere für den traditionellen Versöhnungsmarsch, der an die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus Brünn unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert. Sie zählt damit zu den insgesamt neun Persönlichkeiten und Initiativen, die in diesem Jahr mit der Europa-Medaille geehrt wurden.

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