Seit Anfang Oktober haben Experten des Toxikologischen Informationszentrums 230 Verdachtsfälle einer Pilzvergiftung bearbeitet. Dabei erforderte ein schwerwiegender Fall den Einsatz eines Gegengifts.
Im vergangenen Jahr sammelten Menschen in Tschechien insgesamt 17.340 Tonnen Pilze im Wert von 3,67 Milliarden Kronen (etwa 145 Millionen Euro). Das teilte die Tschechische Universität für Biowissenschaften (ČSÚ) im August mit. Pro Haushalt machte das durchschnittlich sechs Kilogramm Pilze. Das Toxikologische Informationszentrum führte 2023 laut Jahresbericht knapp 27.500 Beratungsgespräche mit Patienten oder deren Angehörigen. Vergiftungen durch Pilze oder Pflanzen machten rund 14 Prozent der Fälle aus. Auf Facebook warnte das Allgemeine Universitätsklinikum in Prag (VFN) angesichts der diesjährigen Verbreitung von Pilzen vor dem unachtsamen Verzehr. Neben den sich häufenden Verdachtsfällen hatte ein Fall einer schwerwiegenden Pilzvergiftung im Oktober den sofortigen Einsatz eines Gegengifts im Toxikologischen Informationszentrum verlangt.
Experten warnen vor Unwissenheit beim Pilzesammeln
Nach Aussage von Ärzten ist davon abzuraten, unbekannte Pilze zu sammeln. Giftige Pilze können schwere Gesundheitsschäden verursachen. Die Symptome reichen von Verdauungsproblemen bis hin zu Schwindel, Halluzinationen und Leberschäden. Meist treten die Symptome acht bis zehn Stunden nach dem Verzehr auf. Neben ungenießbaren oder giftigen Pilzen kann aber auch eine schlechte Lagerung oder falsche Zubereitung zu gesundheitlichen Problemen führen. Die häufigsten Symptome sind Durchfall oder Erbrechen.
„Am häufigsten rufen Menschen mit Verdauungsproblemen an, nachdem sie schlecht gekochte Pilze gegessen haben. Sie besprechen mit uns häufig auch die Möglichkeit, essbare Pilze mit ungenießbaren oder leicht giftigen verwechselt zu haben“, teilte das VFN mit. Bei Verdacht auf eine Vergiftung solle umgehend die Beratungshotline 224 919 293 oder 224 915 402 gewählt werden, welche 24 Stunden erreichbar ist.
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