Am Donnerstag kollidierte ein Schnellzug auf der Strecke zwischen Pilsen und Prag mit einem Felsbrocken, fünf Personen wurden leicht verletzt. Seitdem gibt es Einschränkungen und Verzögerungen im Bahnverkehr, betroffen ist auch der západní expres von München nach Prag.

Der Unfall auf einer der Hauptachsen des tschechischen Zugverkehrs ereignete sich am Donnerstag gegen sechs Uhr morgens zwischen Karlstein (Karlštejn) und Hinter Trebain (Zadní Třebaň). In Folge heftiger Unwetter und Stürme fiel ein Felsbrocken auf die Gleise, mit welchem der Zug kollidierte. Der schwer zugängliche Unfallsort musste umständlich geräumt werden, der verunfallte Zug war nur über die Gleise erreichbar. Am Freitag sorgte ein weiterer Erdrutsch erneut für Komplikationen.

Die weitreichendste Einschränkung traf den západní expres von München nach Prag. Auf Grund des Unfalls verkehrte dieser zweitweise nur noch zwischen München und Pilsen (Plzeň). Reisende auf der Strecke zwischen Prag und Pilsen müssen weiterhin mit Einschränkungen und Verspätungen rechnen. Auf dem betroffenen Abschnitt verkehren die Züge momentan eingleisig und mit reduzierter Geschwindigkeit.

Die Strecke befindet sich gerade in einer planmäßigen Sanierung, weshalb sie bereits zuvor nur eingeschränkt nutzbar war. Die Unwetter in Tschechien haben die Situation auf diesem Streckenabschnitt nun verschärft. Für die Beseitigung und Sicherung der gefährdenden Klippen könnte es zu weiteren Sperrungen der Gleise kommen. Dann wäre erneut mit Umleitungen von Zügen, mit Schienenersatzverkehr mit Bussen und mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen.

Im Zuge der Unwetter kam es in ganz Tschechien zu Einschränkungen im Zugverkehr, vielerorts mussten umgefallene Bäume und Äste von den Gleisen entfernt werden.