Am 1. Februar bietet die Galerie Rudolfinum mit der Vorstellung einer Publikation zur DDR-Kunst sowie der Vorführung eines deutschen Spielfilms ein umfassendes Kulturerlebnis.

Am Dienstag, den 1. Februar, wird in der Galerie Rudolfinum erstmals der 2021 erschienene Sammelband: „Umění z NDR. Dědictví na obtíž?“ (Kunst aus der DDR. Ein ärgerliches Erbe?), in tschechischer Sprache vorgestellt, der sich mit der bildenden Kunst der damaligen DDR befasst. Die Publikation bietet einen Einblick in die (ost-)deutsche Kultur der Nachkriegszeit und beantwortet Fragen wie: „Was geschah in der illegalen Galerienszene der DDR?“, und „Wie beeinflusste den Maler Gerhard Richter sein Studium in der DDR?“ Durch den Abend führt der Kunst- und Filmtheoretiker sowie Herausgeber der Publikation, Matěj Forejt, welcher das Buch im Rahmen des Projekts „Curatorial Research Trip“ (Kuratorische Forschungsreise, 2017-2018) erstellt hat. Die Publikation wird von der Galerie Rudolfinum mit Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds herausgegeben.

Filmvorführung „Wir sind jung. Wir sind stark."

Neben der Vorstellung des Sammelbandes wird auch ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2014 gezeigt. Das Drama „Wir sind jung. Wir sind stark“ erzählt aus verschiedenen Perspektiven von den rassistisch motivierten, gewalttätigen Übergriffen, die am 24. August 1992 in einer Rostocker Wohnsiedlung stattfanden und die heute zu den größten Übergriffen dieser Art in der deutschen Nachkriegsgeschichte zählen. Der Regisseur Burhan Qurbani porträtiert die Geschichten dreier Hauptfiguren: Stefan (Jonas Nay) gehört zu einer Gruppe Jugendlicher, deren soziale Frustration in Radikalisierung und Hass umschlägt. Sein Vater Martin (Devid Striesow) ist ein sozialdemokratischer Politiker, der mit Schrecken die wachsende Fremdenfeindlichkeit in seiner Gemeinde beobachtet und versucht, die Situation zu beruhigen. Lien (Trang Le Hong) ist eine Vietnamesin, die mit ihrem Bruder und ihrer Schwägerin in der Gastarbeitersiedlung wohnt. Am 24. August kollidieren die Geschichten der drei Hauptprotagonisten auf verhängnisvolle Weise.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 1. Februar um 18 Uhr in der Galerie Rudolfinum statt. Der Film wird in Originalsynchronisation mit tschechischen und englischen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos und eine Reservierung wird nicht benötigt. Auf der Website der Galerie Rudolfinum finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltung sowie Informationen zu den geltenden Hygienemaßnahmen.