Der Leipziger Kultursoziologe Bernd Lindner veröffentlichte 2015 die erste autorisierte Biografie über Johannes Hegenbarth, alias Hannes Hegen, den Schöpfer der Comicserie Digedags. LandesEcho sprach mit Lindner über Hegenbarths nordböhmische Heimat, die Anfänge des Mosaik und die Traumfabrik der DDR (Abo).

LE Herr Lindner, als Sie beim Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig arbeiteten und sich Johannes Hegenbarth meldete, was ging Ihnen da durch den Kopf? Wann und wie geschah die Kontaktaufnahme?

Der damalige Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums, Rainer Eckert, und ich waren beide Mosaik-Fans der ersten Stunde (Jahrgang 1950 und 1952). Wir haben 2009 eine Ausstellung, die für die Franckeschen Stiftungen in Halle (von Moritz Götze und Peter Lang) erarbeitet worden war, ins ZFL übernommen. Unsere Ausstellung über die Digedags und das Mosaik im ZFL lief bereits, als mich die Lektorin von Herrn Hegenbarth, Irene Kahlau, kontaktierte. Frau Kahlau teilte uns mit, dass Johannes Hegenbarth sich die Ausstellung ansehen möchte. Er kam mit seinem stattlichen Auto, seiner Schwester Edith, Frau Kahlau und dem Vertreter des Tessloff-Verlages im Osten, Herrn Korous. Als die Rezeption mitteilte, Herr Hegenbarth sei eingetroffen, fuhr ich mit dem Fahrstuhl runter ins Erdgeschoss. Die Fahrstuhltür öffnete sich und mir gegenüber stand ein kleiner, unscheinbarer Mann. Ich dachte intuitiv, das muss er sein und ganz unvermittelt entfuhr mir: „Oh, der Traum meiner Kindheit.“ Herr Hegenbarth blickte zu mir hoch und antwortete: „Wirklich?“

Johannes Hegenbarth (links) und Bernd Lindner hinter einem Jahrmarktaufsteller mit den Digedags und Ritter Runkel. Foto: Bernd Lindner/ Evelin Voß

Johannes Hegenbarth (links) und Bernd Lindner hinter einem Jahrmarktaufsteller mit den Digedags und Ritter Runkel. Foto: Bernd Lindner/ Evelin Voß

 

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