Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds steht in diesem Jahr vor personellen Veränderungen. Nach acht Jahren übergibt Petra Ernstberger die Position der deutschen Geschäftsführerin an Susanne Sehlbach.
Mit Ablauf des Jahres 2025 beendete Petra Ernstberger ihre Tätigkeit als deutsche Geschäftsführerin des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Petra Ernstberger blickt mit großer Dankbarkeit auf die vergangenen acht Jahre zurück: „Ich werde meinen tschechischen Partner in der Geschäftsführung, Tomáš Jelínek, das außergewöhnliche Team und natürlich auch Prag sehr vermissen.” Petra Ernstberger wird dem Zukunftsfonds künftig als Mitglied des Verwaltungsrats erhalten bleiben.
Susanne Sehlbach wird neue Geschäftsführerin
Den deutschen Part der Geschäftsführung des Zukunftsfonds übernimmt in Zukunft die Juristin Susanne Sehlbach. Bereits in der Vergangenheit arbeitete sie mit dem Zukunftsfonds zusammen, zuletzt als Mitglied des Wirtschaftsausschusses. Bevor Susanne Sehlbach 2018 ins Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt wechselte, war sie zwölf Jahre lang als Justiziarin der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) tätig. In dieser Funktion arbeitete sie bereits mit dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds als Partner bei der Entschädigung von Zwangsarbeitern und anderen NS-Opfern zusammen. Susanne Sehlbach freut sich über die neue Möglichkeit und möchte sich dafür einsetzen, „dass lebendige Nachbarschaften und gute Freundschaften zwischen deutschen und tschechischen Bürgerinnen und Bürgern zu einem Ort für Inspiration und echter Verbundenheit in ihrem Alltag werden“.
Tomáš Jelínek freut sich auf die Zusammenarbeit
Anfang März übernimmt die neue deutsche Geschäftsführerin das Amt in vollem Umfang. In der kommenden Amtszeit wird sie den Zukunftsfonds gemeinsam mit dem amtierenden tschechischen Geschäftsführer Tomáš Jelínek leiten. Jelínek bezeichnet die vergangenen acht Jahre mit Petra Ernstberger als „großes Geschenk”. Auch die Ernennung von Susanne Sehlbach sieht er positiv. „Ich kenne in Deutschland nicht viele Menschen, die den Zukunftsfonds so gut kennen, sich in solchem Maße mit seinem Auftrag identifizieren und über derart fundierte Kenntnisse der Sprache und der Gegebenheiten im Nachbarland verfügen“, so Jelínek in der Pressemitteilung.
Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds ging aus der Deutsch-Tschechischen Erklärung über die gegenseitigen Beziehungen und deren zukünftige Entwicklung hervor, einem im Jahr 1997 geschlossenen zwischenstaatlichen Abkommen beider Regierungen. Die Stiftung unterstützt zahlreiche Projekte im deutsch-tschechischen Kontext.
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