Der Waldbrand im Nationalpark Böhmische Schweiz hat sich nach drei Tagen Einsatz deutlich abgeschwächt, ist aber noch nicht vollständig gelöscht. Feuerwehr und Einsatzkräfte kämpfen weiterhin gegen Glutnester im schwer zugänglichen Gelände.
Nach Angaben der Behörden konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers weitgehend verhindert werden. Die betroffene Fläche wurde zuletzt verkleinert, große Teile des Brandes gelten inzwischen als stabilisiert. Die Löscharbeiten werden jedoch voraussichtlich noch mehrere Tage andauern. Weiterhin spielt die Luftunterstützung eine zentrale Rolle: Mehrere Hubschrauber werfen Wasser aus der Luft ab, darunter auch Maschinen aus dem Ausland. Die Tschechische Republik hat über den EU-Zivilschutzmechanismus Unterstützung aus der Slowakei erhalten.
Insgesamt waren zeitweise mehrere hundert Einsatzkräfte vor Ort. Inzwischen wird ihre Zahl schrittweise reduziert, da sich die Lage entspannt hat. Dennoch bleibt der Einsatz anspruchsvoll: Das Feuer sitzt weiterhin in der Waldstreu und kann sich unterirdisch halten, was die Nachlöscharbeiten erschwert. Als mögliche Brandursache gilt inzwischen menschliches Fehlverhalten, etwa eine weggeworfene Zigarette oder ein Lagerfeuer. Offiziell bestätigt ist dies jedoch noch nicht.
Unverändert gilt: Straßen und Zugänge im betroffenen Gebiet bleiben gesperrt, die Bevölkerung wird weiterhin aufgefordert, die Region zu meiden. Verletzte oder Evakuierungen wurden bislang nicht gemeldet.
Der Brand war am Samstag bei Rennersdorf (Rynartice), einem Ortsteil von Dittersbach (Jetřichovice), ausgebrochen und hatte sich rasch auf eine Fläche von bis zu einem Quadratkilometer ausgeweitet.
Čtvrtý den u požáru v národním parku začal s dobrými vyhlídkami. 🙏🏻 Noc na dnešek byla z pohledu hasičů relativně klidná. 😌 pic.twitter.com/AIRioIJp8W
— Hasičský záchranný sbor ČR (@hasici_cr) May 5, 2026




