Tschechien verzeichnet weiter steigende Besucherzahlen. Im ersten Quartal dieses Jahres übernachteten erneut deutlich mehr Menschen in Hotels und Pensionen als im Vorjahr, darunter besonders viele Gäste aus Deutschland. Vor allem Prag und mehrere Grenzregionen profitierten von der wachsenden Nachfrage.
Rund 4,4 Millionen Menschen haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres in tschechischen Hotels, Pensionen und anderen Unterkünften übernachtet. Das entspricht einem Plus von gut fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Sowohl der Inlandstourismus als auch die Zahl ausländischer Gäste legten zu, wie neue Daten des Tschechischen Statistikamts zeigen.
Die größte Gruppe unter den ausländischen Besuchern bleiben deutsche Touristen. Mehr als 470.000 Gäste aus Deutschland und damit 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr reisten im ersten Quartal nach Tschechien – deutlich mehr als aus Polen oder der Slowakei. Für viele Regionen entlang der Grenze spielt der deutsch-tschechische Tourismus damit weiterhin eine zentrale wirtschaftliche Rolle.
Prag bleibt Spitzenreiter, Südböhmen holt auf
Die meisten Besucher zog es nach Prag. Fast 1,7 Millionen Menschen verbrachten ihren Aufenthalt in der Hauptstadt und damit deutlich mehr als in jeder anderen Region Tschechiens. Knapp 3,8 Millionen Übernachtungen wurden dort im Zeitraum von Januar bis März verzeichnet. Besonders rasant entwickelte sich jedoch Südböhmen: Dort stieg die Zahl der Touristen binnen eines Jahres um fast 17 Prozent auf rund 250.000 Touristen.
Auch außerhalb der Hauptstadt wurden hohe Übernachtungszahlen registriert. Mehr als eine Million Nächte entfielen jeweils auf die Regionen Königgrätz (Hradec Králové) und Karlsbad (Karlovy Vary). In Südmähren näherte sich die Zahl der Gäste erneut dem Rekordniveau aus 2024 an, während Mährisch-Schlesien vor allem bei internationalen Besuchern stark zulegte. In Mittelböhmen erreichte die Zahl der Gäste den höchsten Stand seit 2012. Auch bei den Übernachtungen verzeichnete die Region eines der stärksten Ergebnisse der vergangenen Jahre. Gleichzeitig gingen in einigen Regionen bestimmte ausländische Besuchergruppen zurück – etwa aus Österreich oder der Ukraine.
Höhere Nachfrage nach Komfort
Besonders gefragt waren Hotels im oberen Preissegment. Vier-Sterne-Häuser verzeichneten mit 1,7 Millionen Gästen ein Plus von 3,7 Prozent, während die Zahl der Besucher in Fünf-Sterne-Hotels sogar um 13,7 Prozent auf rund 370.000 anstieg. Rückläufig war dagegen die Nachfrage nach Pensionen, wo die Gästezahl um 0,4 Prozent auf 504.000 sank. Insgesamt verbrachten Touristen mehr als elf Millionen Nächte in tschechischen Unterkünften.
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