Premiere feierte der Film „Grüße aus Fukushima“, der die Zeit nach der Tsunami- und Nuklearkatastrophe behandelt, schon vor vier Jahren auf der Berlinale. Nun kommt er im Rahmen des Themenraums „Zukunft jetzt!“ am Goethe-Institut Prag auch in die tschechische Hauptstadt. Außerdem in den Kulturtipps: Die Ausstellung „The New Dictionary of Old Ideas“ in der MeetFactory in Prag bringt Werke von Künstlern zusammen und in der Villa Tugendhat in Brünn wird ein szenisches Gedicht nach Empfindungen über Ema Destinnová aufgeführt.

Grüße aus Fukushima

Im Rahmen des Begleitprogrammes zum Themenraum „Zukunft jetzt!“ zeigt das Goethe-Institut in Prag am Mittwoch, 11. März, ab 18 Uhr den Film „Grüße aus Fukushima“ von der Regisseurin Doris Dörrie. Die Geschichte erzählt von den Folgen der Tsunami-Katastrophe im Jahr 2011 und auch von verschiedenen Weltbeziehungen. Marie reist nach der Nuklearkatastrophe als Freiwillige nach Japan. Die junge Frau ist auf der Flucht vor ihren zerplatzten Lebensträumen und soll den Überlebenden, die immer noch in Notunterkünften leben, helfen. Als sie sich der Herausforderung nicht gewachsen sieht, begegnet sie der störrischen Satomi, der letzten Geisha Fukushimas, die fest entschlossen ist, trotz eines Verbots in ihr zerstörtes Haus zurückzukehren. Seine Premiere feierte der Film 2016 auf der Berlinale. Für ihre Rolle als „Marie“ gewann Rosalie Thomass den Bayrischen Fernsehpreis. Der Film wird auf Deutsch mit tschechischen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Mehr auf der Webseite des Goethe-Instituts

Alte Ideen neu zusammengebracht

Aus alt mach neu in der MeetFactory in Prag - Foto: Katarína HudačinováDie Ausstellung „The New Dictionary of Old Ideas“ bringt Künstler aus Ländern wie Georgien, Polen, Spanien oder Tschechien zusammen. Sie soll die ständig wechselnden Vorstellungen über Mitteleuropa erfassen, die aus gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Faktoren resultieren. Die Auffassung von Mitteleuropa löste Kontroversen aus und der Gegensatz von Zentrum und Peripherie verstärkte die Spaltung noch mehr. Bis zum 27. März sind in der MeetFactory in Prag Werke der Künstler Erick Beltrán, Verónica Lahitte, Elena Lavellés, Irmina Rusicka, Adéla Součková, Katharina Stadler, Sandro Sulaberidze, Nino Zirakashvili und Jiří Žák zu sehen. Die Kuratoren sind Data Chigholashvili & Alba Folgado. Geöffnet ist die Ausstellung von Montag bis Sonntag zwischen 13 und 20 Uhr.

Mehr Informationen auf der Webseite der MeetFactory

Szenisches Gedicht über Destinnová

Tänzerinnen, Schauspielerinnen und Sängerinnen verkörpern die Gefühle von Ema Destinnová - Foto: Mila VašíčkováDie berühmte tschechische Opernsängerin, Komponistin und Schriftstellerin Ema Destinnová (1878-1930) begann ihre Karriere an der Hofoper in Berlin. Ihre Laufbahn führte sie u.a. auch nach London, Paris oder New York. Neben ihrer Opern-Tätigkeit war Destinnová außerdem als Autorin von Gedichten, Romanen, Liedern und einem Drama tätig. Regisseur Martin Dvořák, der Autor des Projekts, wollte nun gemeinsam mit der Schriftstellerin Alena Mornštajnová und den Komponisten Antonín Fajt, Omar Rojas Ruiz, Kryštof Okrouhlý und Jan Hanák aus Empfindungen über die tschechische Opernsängerin ein eigenes Werk schaffen. Am Montag, den 9. März, ab 20 Uhr wird die Darbietung in der Villa Tugendhat in Brünn (Brno) zu sehen sein. Die Gestalt und Gefühle der Nationalheldin verkörpern Tänzerinnen, Schauspielerinnen und Sängerinnen. Ergänzt werden sie durch die Figur des männlichen Gegenspielers, Glossators und Bühnenpartners Enrico Caruso.

Mehr Informationen auf der Webseite der Villa Tugendhat