Nach so einem von Covid geschüttelten Jahr scheint 2021 alles möglich. Orbán und Kaczyński ziehen sich aus der Politik zurück, Angela Merkel überlegt es sich dagegen noch einmal anders. Der russische Impfstoff gegen das Coronavirus hat auch noch ganz andere angenehme Wirkungen und der Kampf gegen den Klimawandel nimmt eine ganz überraschende Wendung. Eine nicht ganz ernst gemeinte Vorschau auf das Jahr 2021.

Anfang Januar treten der ungarische Premierminister Viktor Orbán und die polnische Regierung von Mateusz Morawiecki zurück, nachdem sie ihre Partner in der Europäischen Union nicht davon überzeugen können, dass in beiden Ländern der Rechtsstaat volle Gültigkeit hat und von der Regierung unabhängige öffentlich-rechtliche Medien arbeiten.

Orbán und der Führer der polnischen Rechten Jarosław Kaczyński treten gemeinsam in den Benediktinerorden ein und finden Zuflucht im Kloster dieses Ordens im ungarischen Martinsberg (Pannonhalma). Die Bedingung für den Rücktritt des nun schon früheren Vorsitzenden der ungarischen Regierung ist eine lebenslange Immunität für ihn und rund 100 seiner Verwandten. Auch soll das Fußballstadion für 30.000 Zuschauer am Fuße des Berges, wo sich seit dem 10. Jahrhundert das Kloster befindet sowie der Aufstieg des örtlichen Klubs FK Gejza in die erste ungarische Liga gehören zu seinen Bedingungen. Jarosław Kaczyński ist dagegen zufrieden, dass er auf seiner Klosterzelle eine Katze hat und ihm regelmäßig die russische Tageszeitung Komsomolskaja Pravda geschickt wird.

Rückkehr zur Monarchie

Zur entgegengesetzten Entwicklung kommt es in Deutschland, wo auf gemeinsamen Vorschlag der Alternative für Deutschland (AfD) und der provisorischen Liste „Syrer, Iraker und Afghanen in der Bundesrepublik Deutschland“ Kanzlerin Angela Merkel zur Bundeskönigin auf Lebenszeit gewählt wird. Die Bundesrepublik wird nach dem Referendum im Oktober zu einer europäischen Monarchie.

In den Vereinigten Staaten kommt es im Januar zu einer freundlichen Machtübergabe. Donald Trump entschuldigt sich, das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen im November in Zweifel gestellt zu haben. Er begründet sein damaliges Verhalten mit einer Kombination aus noch nicht geprüfter Behandlungsverfahren gegen Covid-19 und die Einnahme hoher Kokaindosen. Die hatte er in jede der 15 Red-Bull-Dosen zugegeben, mit denen er sich in der Endphase des Wahlkampfs in Form gehalten hatte. Nach der Entschuldigung und der Scheidung von Ehefrau Melania reist er zu seiner neuen Villa auf der Halbinsel Krym ab. Dort heiratet er im Mai die 17. Tochter von Präsident Vladimir Putin Natascha Nataschowna und nimmt die russische Staatsbürgerschaft an. Seine Ersparnisse wechselt er in Rubel und zahlt sie in einer Filiale der Gazprom Bank in Kolyma auf ein Konto ein.

Monika verbietet Andrej die Politik

In der Tschechischen Republik verbietet Monika Babišová ihrem Mann Andrej, seine politische Karriere fortzusetzen und die ganze Familie zieht auf die Malediven. Der tschechische Milliardär verwendet alle seine Mittel aus dem Verkauf des Konzerns Agrofert auf den Bau mehrerer künstlicher Korallenriffe. Die überschreibt er als Entschädigung für die Schließung der Musicaltheater in der Coronakrise auf eine Gruppe führender tschechischer Künstler um Michal David und Darinka Rolinc.

Die Abreise des geliebten Premierministers auf die andere Seite des Planeten feiert das tschechische Volk mit einer drei Wochen dauernden Party, auf der sie vor allem Leckereien aus den geplünderten Lagern der Firma Agrofert. Die Tageszeitungen im Besitz von Babiš, Mladá fronta Dnes und Lidové noviny gehen kostenlos an den Konzern Economia des Milliardärs und früheren Kohlebarons Zdeněk Bakala. Der legt seine Auseinandersetzung mit den Bergleuten der Ostrauer Reviere bei, indem er ihnen Arbeit auf seinen südafrikanischen Weinbergen anbietet. Das nehmen rund zwei Drittel der Einwohner von Ostrau an.

Die tschechischen Parlamentswahlen gewinnt die Partei des demokratischen Sozialismus (PDS), der es nach der Auflösung der Kommunistischen Partei Böhmens und Mährens und mit der neuen Vorsitzenden der PDS, Kateřina Konečná, gelingt, den Großteil der Politiker der insolventen sozialdemokratischen ČSSD in ihre Partei zu holen. Die ČSSD wiederum muss ihren Sitz, das Volkshaus, an die Pfadfinder übergeben. Zweiter wird bei den Wahlen die Koalition aus Piraten und ODS. Dritter wird der katholische Block aus Volkspartei, TOP 09 und der neuen Partei Klaus Vater und Sohn.

Der Kampf gegen die globale Abkühlung beginnt

Die tschechische, europäische sowie die Weltwirtschaft erholen sich schnell von der Coronakrise. Vor allem, nachdem klar wird, dass der russische Impfstoff Sputnik V nicht nur vor dem Coronavirus schützt, sondern auch vor jeder anderen bekannten Krankheit und außerdem die Intelligenz auf einen IQ von mindestens 160 erhöht, beim russischen Präsidenten Putin sogar auf 290.

Die UNO-Klimakonferenz im Mai im indischen Gurugram deckt auf, dass zu Beginn der Erforschung der Klimaänderungen vor 30 Jahren versehentlich der Minuswert mit dem Pluswert vertauscht wurde. Deshalb einigen sich die Klimaforscher darauf, dass sich die Welt nicht erwärmt, sondern abkühlt.

Deshalb rufen sie die Welt zur deutlichen Erhöhung der Produktion von Treibhausgasen und einer Verschmutzung der Atmosphäre auf, um die Abkühlung des Planten noch zu verhindern.

Der frühere tschechische Präsident Václav Klaus gibt sein Buch „Grüner, nicht blauer Planet“ heraus, in dem er die Theorie von der Erkaltung des Planeten für Unsinn erklärt und ruft zum Kampf gegen die Verschmutzung der Atmosphäre auf.

Der Autor ist Redakteur der Tageszeitung Deník.