Ab Freitag gilt in Tschechien eine neue Corona-Reiseampel. Diese hat eine zusätzliche dunkelrote Farbe, die Hochrisikogebiete kennzeichnet.

Mit der neuen Corona-Reiseampel möchte Tschechien auf die Ausbreitung der Coronavirus-Mutationen reagieren, teilte der tschechische Außenminister Tomáš Petříček (ČSSD) am Montagabend nach der Sitzung der Regierung mit. Für Länder, die als Gebiet mit „sehr hohem Risiko“ eingestuft werden, z. B. die benachbarte Slowakei, Großbritannien, Spanien, Portugal oder die baltischen Staaten, bedeutet das, dass bereits vor der Abreise nach Tschechien ein negativer PCR-Test vorliegen muss. Nach der Einreise ist eine Quarantäne verpflichtend, die nach fünf Tagen mit einem zweiten negativen Testergebnis beendet werden kann. Für weitere fünf Tage müssen die Eingereisten dann im öffentlichen Raum eine FFP2-Maske tragen. Deutschland gilt weiterhin als normales Risikogebiet. Aber auch für Reisende aus Gebieten mit hohem (rot) oder mittlerem (orange) Risiko ist bereits vor der Abreise ein PCR- oder Antigentest nötig, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Reisende aus roten Gebieten müssen nach der Einreise einen zweiten Coronatest absolvieren, was aber auch schon vor dem fünften Tag nach der Einreise möglich ist. Mit einem niedrigen Risiko – und damit ohne Reisebeschränkungen – ist in Europa nur der Vatikan ausgewiesen.

Die neuen Regelungen bezüglich der Corona-Reiseampel betreffen aber im Grunde nur tschechische Staatsbürger, denn seit Samstag erlaubt Tschechien Ausländern die Einreise nur noch in dringenden Fällen, etwa aus wichtigen familiären, medizinischen oder Arbeitsgründen.

Mehr Infos auf den Seiten des Tschechischen Innenministeriums.