Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude in Eger (Cheb) wird umfassend saniert. Bei der Modernisierung sollen zahlreiche Elemente in ihren ursprünglichen Zustand aus der Entstehungszeit Anfang der 1960er Jahre zurückversetzt werden.
Der Wiederaufbau des Bahnhofsgebäudes in der westböhmischen Grenzstadt soll noch in der ersten Jahreshälfte beginnen und rund zwei Jahre dauern. Die Kosten liegen laut Ausschreibung bei rund 428 Millionen Kronen (ca. 17,6 Millionen Euro) und damit deutlich unter dem ursprünglich erwarteten Auftragswert.
Der Bahnhof im deutsch-tschechischen Grenzraum entstand 1962, nachdem das ursprüngliche Bahnhofsgebäude während des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 durch einen Luftangriff vollständig zerstört wurde. Im Zuge der Sanierung sollen sowohl Fassade als auch große Teile des Innenraums restauriert sowie mehrere historische Elemente wieder aufgegriffen werden.

Historische Elemente kehren zurück
Nach Angaben der Eisenbahnverwaltung (Správa železnic) wird insbesondere die große Abfahrtshalle wieder stärker an das Erscheinungsbild der 1960er Jahre angelehnt. Geplant ist unter anderem die Rückkehr historischer Uhren und zeittypischer Möbel. Auch Fenster, Türen und die Verkleidung des siebenstöckigen Gebäudes werden erneuert. Darüber hinaus kümmern sich Restauratoren um künstlerische Elemente des Bahnhofs. Dazu zählen Mosaike, Glaswände und Buntglasfenster, die erhalten und aufgearbeitet werden sollen.
Modernisierung mit Solaranlage und Parkhaus
Neben der denkmalgerechten Sanierung sind auch moderne Ergänzungen vorgesehen. Im Gebäude entstehen neue Geschäfte und zusätzliche Büroflächen sowie Besprechungsräume. Im obersten Stockwerk ist ein multifunktionaler Bereich mit Aussicht über die Stadt geplant.
Auch technisch soll das Bahnhofsgebäude modernisiert werden. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen, die den Energieverbrauch senken soll. Für Reisende sollen außerdem neue Toiletten und ein neues Orientierungssystem entstehen. Zusätzliche Parkplätze werden in einem Parkhaus am nördlichen Ende des Bahnhofsgebäudes geschaffen.
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