In der September-Ausgabe gehen wir den Rätseln jahrhundertealter Steinkreuze nach, zeigen Alfons Mucha von weniger bekannten Seiten und blicken auf einen Sommer zurück, der Tschechien Rekordtemperaturen und extreme Trockenheit beschert hat.
Was erzählen uns alte Steinkreuze – und wie lassen sich ihre Geschichten nach Jahrhunderten noch entschlüsseln? Seit mehr als 40 Jahren dokumentiert die Gesellschaft zur Erforschung von Steinkreuzen in Asch (Aš) die steinernen Zeugnisse und sucht nach verschollenen Exemplaren. Rund 2600 Kreuze und Kreuzsteine sind inzwischen erfasst. Eine neue digitale Karte macht dieses Wissen nun auch online zugänglich. Für unsere Titelgeschichte haben wir mit Marie und Michal Streubel über überraschende Funde, alte Sühneverträge und deutschsprachige Quellen gesprochen, die manchmal noch Jahrzehnte später zu einem verloren geglaubten Kreuz führen.
Eine neue Ausstellung in der Central Gallery am Prager Altstädter Ring zeigt den weltberühmten Jugendstilkünstler Alfons Mucha in einem anderen Licht. Neben ikonischen Plakaten sind dort unter anderem Fotografien, seltene Lithografien und Illustrationen zu sehen. Zu Wort kommen im LandesEcho auch Muchas Enkelin Jarmila Mucha Plocková und seine Urenkelin Katarina Garcia, die erzählen, welche Rolle sein künstlerisches Erbe bis heute in ihrer Familie spielt.
Der Sommer 2026 brachte Tschechien derweil extreme Hitze und einen massiven Wassermangel. An 77 Prozent der Messstationen wurden neue Temperaturrekorde verzeichnet, in Doxan (Doksany) stieg das Thermometer Ende Juni sogar auf 41,9 Grad. Gleichzeitig sanken Flusspegel und Grundwasserstände, während die Landwirtschaft unter dem Niederschlagsdefizit litt. Wir fragen, wie das Land auf die zunehmende Dürre reagieren will.
Im Forum der Deutschen:
- sprechen wir mit Ilyas Zivana, der seit dem 1. August Geschäftsführer der Landesversammlung der deutschen Vereine ist, über seine Pläne, neue Angebote für junge Erwachsene und eine stärkere grenzüberschreitende Jugendarbeit,
- schauen wir nach Jägerndorf (Krnov) und Troppau (Opava), wo sich die Vereine der deutschen Minderheit mit neuen Vorsitzenden und neuen Angeboten für junge Menschen neu aufstellen,
- erinnern wir an die Große Synagoge in Brünn (Brno), die 1939 von den Nationalsozialisten zerstört wurde und durch archäologische Forschungen, Ausstellungen und weitere Initiativen wieder ins öffentliche Bewusstsein zurückkehrt,
- und berichten wir über 75 Jahre Seliger-Gemeinde. An ihrem Gründungsort im bayerischen Brannenburg feierte die Organisation ihr Jubiläum und erinnerte an ihr Engagement für Demokratie und deutsch-tschechische Verständigung.
Wie immer gibt es auch unsere Deutschlernseite sowie das Gewinnspiel „Landesquiz“. Das letzte Wort hat natürlich Schmidts Kater Loisl.




