Unter dem Motto „Habsburger 500“ sollen im September 2026 erneut die Böhmischen Kronjuwelen auf der Prager Burg ausgestellt werden. Nachdem in den letzten zwei Jahren zusammen fast 100.000 Menschen die Kronjuwelen besichtigt hatten, sollen sie fortan einmal jährlich für die Öffentlichkeit ausgestellt werden.

Am 14. September 2026 sollen die Böhmischen Kronjuwelen bei einer feierlichen Entnahme aus der Kronjuwelenkammer geholt und zur Ausstellung im Vladislavsaal der Prager Burg gebracht werden. Dort werden sie zunächst für Schulklassen zugänglich gemacht und vom 18. bis 28. September der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenlos, es ist allerdings mit längeren Wartezeiten zu rechnen.

Gold, Edelsteine und Perlen

Die Böhmischen Kronjuwelen wurden im Jahr 1347 im Auftrag von Kaiser Karl IV. angefertigt und umfassen die Wenzelskrone mit Stoffhaube, Polster und Etui, den königlichen Reichsapfel, das königliche Zepter und das königliche Krönungsgewand. Sie bestehen aus hochkarätigem Gold und sind mit verschiedenen Edelsteinen und Perlen besetzt.

Wegen ihrem enormen Wert werden sie am wohl besten gesicherten Ort der Prager Burg aufbewahrt: in der Kronjuwelenkammer im St. Veitsdom, versiegelt mit sieben Schlössern. Die Schlüssel zu dem Raum sind auf sieben Personen aufgeteilt. Wer dort hinein möchte, muss also alle vor Ort versammeln. Das Krönungsgewand wird in einem speziell klimatisierten Depositar in den Sammlungen der Prager Burg aufbewahrt.

„Habsburger 500“

Das Motto der Ausstellung bezieht sich auf den 500. Jahrestag der Thronbesteigung von Ferdinand I. im Jahr 1526, welcher der Begründer der Herrschaft des Hauses Habsburg in Böhmen war. Die Besucherinnen und Besucher sollen im Rahmen der Ausstellung die Geschichte der Böhmischen Kronjuwelen von der Thronbesteigung im Jahr 1526 bis zum Ende der böhmischen Herrschaft im 18. Jahrhundert kennenlernen. Neben den Kronjuwelen werden zudem weitere seltene Exponate, wie die historischen Schlüssel der Wärter des Kronarchivs, ausgestellt. 

Mehr Informationen auf der Website der Prager Burg.

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