Mit der Sonderausschreibung „Freiwillige Feuerwehren – eine Quelle guter Nachbarschaft” fördert der Deutsch-Tschechische-Zukunftsfonds verstärkt grenzüberschreitende Projekte. Am 23. Mai kamen Vertreter aus beiden Ländern in Berlin zusammen, um ein Memorandum über ihre Zusammenarbeit zu unterzeichnen.
Gemeinsam mit dem Feuerwehr-Rettungskorps der Tschechischen Republik, dem Verband der Feuerwehrleute Böhmens, Mährens und Schlesiens sowie dem Deutschen Feuerwehrverband fördert der Deutsch-Tschechisch Zukunftsfonds im Rahmen des Projektes „Freiwillige Feuerwehren – eine Quelle guter Nachbarschaft“ in den kommenden beiden Jahren verstärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung kamen im Comenius-Garten im Böhmischen Dorf in Berlin-Neukölln am 23. Mai Jugendfeuerwehrleute aus Deutschland und Tschechien zusammen, um sich besser kennenzulernen und auszutauschen.
Wichtige Rolle in der Gesellschaft
Mit dem neuen Budget möchte der Zukunftsfonds die freiwilligen Feuerwehren zu einer engeren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, zu gemeinsamen Aktivitäten und zum Aufbau neuer Partnerschaften zwischen Vereinen und Gemeinden motivieren. „Freiwillige Feuerwehren bieten oft die einzige Möglichkeit, sich aktiv am Leben in seinem Dorf oder in seiner Stadt zu beteiligen. Dank ihnen können sich Menschen aus beiden Ländern bei Festen treffen, ihre Kinder in gemeinsame Feriencamps schicken oder sich weiterbilden und Erfahrungen austauschen, beispielsweise bei Tagen der offenen Tür“, kommentieren Susanne Sehlbach und Tomáš Jelínek, die Geschäftsführer des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, die Ausschreibung.
Vertiefung der Zusammenarbeit
Auch die Jugendfeuerwehren aus dem westböhmischen Nürschan (Nýřany) sowie aus Zeulenroda in Thüringen nahmen an der Veranstaltung in Berlin teil. In diesem Jahr feiert die Zusammenarbeit der beiden Orte ihr 20-jähriges Jubiläum. „Wir treffen uns mehrmals im Jahr. Wir informieren uns gegenseitig, wenn etwas Neues in unserem Fach entwickelt wird. Gemeinsam erziehen wir die Kinder dazu, dass sie bei der Feuerwehr bleiben. Uns geht es darum, Nachfolger zu haben, die einmal die Aufgabe übernehmen, unsere Stadt zu beschützen“, erklärte Vít Novák, Leiter der Jugendfeuerwehr in Nürschan im Rahmen des Treffens in Berlin. Um die Zusammenarbeit in Zukunft zu verstärken, stellt der Zukunftsfonds hierfür Fördermittel in Höhe von 5 Millionen Kronen (ca. 200.000 Euro) zur Verfügung.
Um Fördermittel des Zukunftsfonds können sich deutsche und tschechische Gemeinden, Feuerwehreinheiten oder -vereine jeweils mit einem Partner aus dem Nachbarland bewerben, und zwar erstmals bis zum 30. Juni dieses Jahres, danach jeweils zum Ende eines jeden Quartals der Jahre 2026 und 2027. Für Projekte bis zu einem Betrag von 5.000 Euro können Anträge fortlaufend gestellt werden. Gefördert werden unter anderem die Kosten für Reise, Unterkunft und Verpflegung, gemeinsame Freizeit- und Bildungsaktivitäten sowie die Honorare für Kursleiter und Instruktoren. Übernommen werden bis zu 70 Prozent der Gesamtkosten. Die eingereichten Projekte sollen innerhalb eines Zeitraums vom 1. Juni 2026 bis zum 31. Dezember 2027 umgesetzt werden. Mehr Informationen über das Förderprogramm finden Sie hier.
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