In der Nacht vom 12. auf den 13. August kann man in Mitteleuropa gleich zwei Naturphänomene beobachten. Am Abend wird eine partielle und in wenigen Teilen Europas sogar totale Sonnenfinsternis den Himmel verdunkeln. Kurz darauf ziehen die Perseiden über den Nachthimmel. Wir verraten, wie und wo die Phänomene in Tschechien am besten zu sehen sind.

Für leidenschaftliche Sternengucker ist die Nacht zum 13. August eine ganz besondere. Am Abend des 12. August erstreckt sich eine partielle Sonnenfinsternis über Mitteleuropa. Auch in Tschechien kann man das Himmelsereignis beobachten. In Teilen Spaniens, Grönlands und Island wird sie sogar als totale Finsternis auftreten. Nach diesem Ereignis ziehen die Perseiden, auch „Tränen des Sankt-Lorenz-Stroms“ genannt, durch die Nacht.

Sonnenfinsternis über Mitteleuropa

Gegen 19.19 Uhr, ungefähr eine Stunde vor Sonnenuntergang, soll die partielle Sonnenfinsternis zwischen dem westlichen und nordwestlichen Horizont beginnen. Das Maximum der Finsternis wird gegen 20.11 Uhr erwartet. Während des Ereignisses sollen mehr als 80 Prozent der Sonnenscheibe vom Neumond verdeckt sein. Genaue Uhrzeiten für den Beginn und das Maximum schwanken je nach Beobachtungsort um wenige Minuten. Im Süden und Südwesten Tschechiens werden bis zu 87 Prozent der Sonne verdeckt sein.

Wer das Spektakel beobachten will, sollte sich auf eine Erhöhung wie einen Hügel oder einen Aussichtsturm mit freiem Blick auf den nordwestlichen Horizont begeben, da die Sonne zum Zeitpunkt der Finsternis bereits sehr tief stehen wird. In Prag bieten sich dafür das Hochplateau Dívčí hrady im Südwesten der Stadt oder der Weiße Berg (Bílá hora) an. Zusätzlich kann man in Tschechien das Ereignis in mehreren Sternwarten verfolgen, zum Beispiel in den Planetarien in Prag, Reichenberg (Liberec) oder Ostrau (Ostrava) .

„Tränen des Sankt-Lorenz-Stroms“

Doch mit dem Ende der Sonnenfinsternis war es das noch nicht. Das Schauspiel wird vom Meteorstrom der Perseiden fortgeführt. Diese sind zwischen dem 17. Juli bis zum 24. August zu sehen und erreichen in der Nacht zum 13. August ihren Höhepunkt.

Die Meteore werden mit Einbruch der Dunkelheit am Nachthimmel sichtbar sein. Bei gutem Wetter und fernab von künstlich beleuchteten Städten können Beobachterinnen und Beobachter theoretisch etwa 50 bis 80 Sternschnuppen pro Stunde entdecken. Zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen nimmt die Häufigkeit zu.

Spektakel birgt Risiko

Wer die Sonnenfinsternis beobachten will, sollte allerdings einige Dinge beachten. Wegen der noch helleren, aber unsichtbaren Sonnenstrahlen birgt das Ereignis ein großes Risiko für Schäden an den Augen. Ärzte empfehlen zur Beobachtung eine spezielle Sonnenbeobachtungsbrille der Norm ISO 12312-2. Vom direkten Blick in die Sonne ohne Schutz wird dringend abgeraten, da dies zu dauerhaften Sehschäden führen kann. Auch Ferngläser, dunkle Sonnenbrillen oder der Blick durch eine Kamera bieten keinen ausreichenden Schutz für die Augen.

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