Nationale Minderheiten sind überall in Europa präsent – in der öffentlichen Wahrnehmung kommen sie jedoch oft nur am Rand vor. Ein neues Projekt sucht nun Menschen aus Minderheiten und Grenzregionen, die ihre Perspektiven teilen möchten.

Das Projekt Who We Are des Minderheiten-Kompetenz-Netzwerks Schleswig-Holstein / Süddänemark e. V. (MKN) will die Stimmen von nationalen und autochthonen Minderheiten und Grenzregionen in ganz Europa sichtbar machen. Für eine digitale, interaktive Ausstellung werden Menschen gesucht, die ihre Sprache, Geschichten und Erinnerungen mit anderen teilen möchten – unabhängig davon, ob sie einer anerkannten Minderheit angehören oder sich mit einer Minderheit besonders verbunden fühlen. Ziel des Projekts ist es, verschiedensten europäischen Minderheiten Raum zu geben und so Menschen über Länder- und Sprachgrenzen hinweg miteinander zu vernetzen.

Digitale Ausstellung am Entstehen

Interessierte können Beiträge in Form von Texten, Videos, Audios oder kurzen Präsentationen einreichen. Im Fokus stehen dabei persönliche Sichtweisen auf Identität, Zugehörigkeit, Alltag und Kultur sowie die Vorstellung von Initiativen und Einrichtungen, die eng mit den Minderheiten verbunden sind. Die gesammelten Beiträge werden anschließend auf der Website von Who We Are veröffentlicht und geografisch auf einer interaktiven Karte eingeordnet. Die Bewerbung erfolgt durch ein kurzes Formular auf der Website, über die eigene Projekte direkt eingereicht werden können. Auf diese Weise erweitert sich die digitale Ausstellung ständig. Ergänzt wird sie durch eine analoge Ausstellung sowie eine professionell produzierte Podcast- und Videoreihe.

Das vom Bundesministerium des Innern geförderte Projekt lebt von neuen Geschichten und neuen Perspektiven, denn: Je mehr Minderheitenangehörige aus ganz Europa mitmachen, desto größer und vielfältiger wird die Ausstellung.

das könnte sie auch interessieren

EUROPEADA: „Unsere Teilnahme war ein Riesenerfolg“

Zum ersten Mal nahm eine Mannschaft der deutschen Minderheit aus der Tschechischen Republik an der EUROPEADA teil, der Fußball-Europameisterschaft nationaler Minderheiten. Bei dem Turnier belegten die „Deutschen aus Tschechien“ einen Platz im Mittelfeld. Mit Teammanager Ilyas Zivana haben wir über Siege und Niederlagen gesprochen.

Mehr…

Werden Sie noch heute LandesECHO-Leser.

Mit einem Abo des LandesECHO sind Sie immer auf dem Laufenden, was sich in den deutsch-tschechischen Beziehungen tut - in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft oder Kultur. Sie unterstützen eine unabhängige, nichtkommerzielle und meinungsfreudige Zeitschrift. Außerdem erfahren Sie mehr über die deutsche Minderheit, ihre Geschichte und ihr Leben in der Tschechischen Republik. Für weitere Informationen klicken Sie hier.