„Erinnern heißt Verantwortung übernehmen“
81 Jahre nach dem Aussiger Massaker gedenken Deutsche und Tschechen gemeinsam der Opfer.
81 Jahre nach dem Aussiger Massaker gedenken Deutsche und Tschechen gemeinsam der Opfer.
Mehr als 80 Jahre nach ihrer Geburt kehrte Helga Hopmann im vergangenen August in ihre Heimatstadt Aussig zurück. Zwei Tage später starb sie im selben Krankenhaus, in dem sie auch geboren wurde. Eine Geschichte über Herkunft, Abschied und Versöhnung.
In der Deutschen Botschaft in Prag kamen am 16. April zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus ganz Tschechien zusammen, die sich der Aufarbeitung der Vertreibung sowie dem Erhalt deutschen Kulturguts in den böhmischen Ländern widmen. Unter dem Titel „Vergangenheit verbindet“ bot das Netzwerktreffen Raum für Austausch, Diskussion und neue Impulse für die deutsch-tschechische Zusammenarbeit.
Vor 87 Jahren marschierte die deutsche Wehrmacht in das Sudetenland ein – ein Wendepunkt auch für die dort lebenden Tschechen. Für den 2001 herausgegebenen Band Neodsunuté vzpomínky: Česká zkušenost pohraničí (dt. Nicht vertriebene Erinnerungen: die tschechische Erfahrung des Grenzgebiets) sprach Journalistin und Autorin Alena Wagnerová mit Zeitzeugen über den Einmarsch der Nationalsozialisten und seine Folgen. […]
In Aussig an der Elbe (Ústí nad Labem) fand am 31. Juli die jährliche Gedenkfeier für die Opfer des Aussig-Massakers statt, das sich 2025 zum 80. Mal jährte. Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Minderheit, der Lokalpolitik und Bayerischen Repräsentanz, der deutsche Botschafter sowie Zeitzeugen gedachten gemeinsam der Opfer.
Die neue Sonderbeilage des LandesEcho widmet sich dem 80. Jahrestag der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei. Jetzt kostenlos als PDF herunterladen!
Als Kind erlebt Gerda Breitschopf unbeschwerte Tage in Südböhmen – bis Krieg und Vertreibung ihr Leben für immer verändern. Unserem Autor erzählte sie ihre Geschichte.
Anlässlich des 80. Jahrestags der Vertreibung der Deutschen aus der damaligen Tschechoslowakei gibt das LandesEcho im Juli eine Sonderausgabe heraus.
80 Jahre nach der Vertreibung der Deutschen luden die Deutsche Botschaft Prag und die Landesversammlung zu einer Konferenz. Tschechische und deutsche Gäste aus Politik, Kultur und Zivilgesellschaft diskutierten offen über Erinnerung, Verantwortung – und darüber, wie Versöhnung heute gelingen kann.
Mit der Enthüllung einer Gedenktafel auf dem städtischen Friedhof von Saaz wurde am 3. Juni 2025 ein Zeichen des Gedenkens und der Versöhnung gesetzt. Die Tafel erinnert an die deutschen Opfer des Massakers von Postelberg, das sich im Juni 1945 wenige Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ereignete.