Wo die Große Synagoge wieder sichtbar wird
Brünns jüdisches Gotteshaus wurde 1939 zerstört. Heute kehrt es in das öffentliche Bewusstsein zurück.
Brünns jüdisches Gotteshaus wurde 1939 zerstört. Heute kehrt es in das öffentliche Bewusstsein zurück.
Neue archäologische Funde in Brünn (Brno) deuten darauf hin, dass der Ort älter sein könnte als bislang angenommen. Der Fund von menschlichen Knochen in der Brünner Altstadt spricht für die These. Laboruntersuchungen ergaben, dass die Gründung der Stadt noch weit vor 1000 n. Chr. liegen könnte.
Mit einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung im Kaunitz-Studentenwohnheim ist am Montag der erste Sudetendeutsche Tag auf tschechischem Boden zu Ende gegangen. Künftig könnte die Veranstaltung regelmäßig zwischen Deutschland und Tschechien wechseln, wie der Vorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Bernd Posselt, zum Abschluss des Sudetendeutschen Tags in Brünn vorschlug.
Mit der Verleihung des Europäischen Karls-Preises an Milan Uhde und einer Rede des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder erreichte der erste Sudetendeutsche Tag in Tschechien am Sonntag seinen Höhepunkt. Am Nachmittag demonstrierten in der Brünner Innenstadt Tausende Gegner der Veranstaltung, unter ihnen Ex-Präsident Miloš Zeman.
Rund zweitausend Menschen nahmen am Samstagmorgen an einer Gedenkveranstaltung in Pohrlitz (Pohořelice) teil, bevor bevor der Versöhnungsmarsch in Richtung Brünn startete. Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt würdigte vor Ort die deutsch-tschechische Verständigung.
Rund 500 Teilnehmer versammelten sich am Brünner Hauptbahnhof zum Gedenken an die Opfer des Holocaust. Begleitet wurde die Veranstaltung von Protesten gegen den Sudetendeutschen Tag.
Das tschechische Abgeordnetenhaus hat sich am Donnerstag gegen die Austragung des Sudetendeutschen Tags in Brünn (Brno) ausgesprochen. In einer Resolution erklärten die Abgeordneten ihre Ablehnung gegenüber der geplanten Veranstaltung und forderten die Organisatoren dazu auf, von der Ausrichtung in Tschechien Abstand zu nehmen. Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, spricht von einer Farce.
In Brünn versammelten sich am gestrigen Dienstag mehrere hundert Menschen, um gegen die Austragung des Sudetendeutschen Tags zu demonstrieren. Aufgerufen hatte dazu die Regierungspartei Freiheit und direkte Demokratie (SPD).
Der Brünner Stadtrat hat sich am Dienstag mit dem bevorstehenden Sudetendeutschen Tag befasst, ohne jedoch eine klare politische Unterstützung auszusprechen: Weder soll die Veranstaltung aktiv unterstützt noch verhindert werden.
Zum 87. Gedenktag wird mit einer Ausstellung an den Brand der Großen Synagoge in Brünn erinnert. Das Projekt wird vom ŠTETL -Zentrum für jüdische Kultur organisiert.