Das Nationalmuseum (Národní muzeum) stellt in der internationalen Ausstellung „Die Sonnenkönige“ („Sluneční králové“) die größten archäologischen Entdeckungen tschechischer Ägyptologen im Zusammenhang mit der Erforschung der Grabstätte Abusir aus. Außerdem in den Kulturtipps: Das Dokumentarfilmfestival „ELBE DOCK“ zeigt eine große Auswahl an Debütdokumentationen und Denkmäler in ganz Tschechien erstrahlen in der „Hradozámecká-Nacht“ im Lichterglanz.

„Die Sonnenkönige“ - Ausstellung im Nationalmuseum

Im Nationalmuseum können sich Besucher auf eine Ausstellung der größten archäologischen Entdeckungen tschechischer Ägyptologen in der Region Abusir freuen. Dabei handelt es sich um Funde, die im Zusammenhang mit der Erforschung der königlichen Grabstätte Abusir, zwischen Gizeh im Norden Ägyptens und Sakkara im Süden, gemacht wurden. Neben Leihgaben aus Museen weltweit, darunter das Ägyptische Museum in Kairo, das Große Ägyptische Museum in Gizeh, Museen in Berlin, Leipzig, Hannover, Heidelberg, Hildesheim und Frankfurt am Main, werden Objekte zu sehen sein, die als tschechoslowakischer Anteil an den Funden der Expedition vom Nationalmuseum erworben wurden.

Bei den Ausstellungsstücken handelt es sich um Exponate aus dem 3. bis 1. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung.

Besondere Highlights der Ausstellung sind die einzigartige königliche Statue von König Raneferef, einem der vier in Abusir begrabenen Pharaonen, und eine umfangreiche Sammlung von Statuen aus den Gräbern von Prinzessin Sheretnebt und dem Schreiber Nefer.

Die Herrscher der fünften altägyptischen Dynastie (ca. 2435–2306 v. Chr.)  werden als „Sonnenkönige“ bezeichnet und stehen in enger Verbindung zur Abusir-Grabstätte. Besucher können dank der ausgestellten Objekte reichhaltige Reliefdekoration, Ausstattung sowie den normalen Betrieb dieser Pyramidenkomplexe, aber auch audiovisuelle Materialien erkunden.

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Wann? 31.08.2020 bis 07.02.2021

Wo? Nationalmuseum Prag (Národní muzeum)

Eintritt: 130 - 200 Kč

Statue der Prinzessin Scheretnebti mit ihrem Sohn. Foto: Nationalmuseum Prag

Statue der Prinzessin Scheretnebti mit ihrem Sohn. Foto: Nationalmuseum Prag

Dokumentarfestival „ELBE DOCK“

Vom 1. Bis zum 6. September werden Aussig (Ústí nad Labem) und Dresden bereits zum dritten Mal zum Austragungsort des „ELBE DOCK Festivals“. Das internationale Dokumentarfilmfestival richtet sich an und Filmdebütanten, die in verschiedenen Kategorien mit dem „Pavel Koutecký Award“ ausgezeichnet werden. Der Preis wird seit 2007 vergeben, seit 2018 im Rahmen des „ELBE DOCK Festivals“. Ursprünglich galt die Auszeichnung den originellsten tschechischen Dokumentarfilmen des Jahres. Seit 2018 werden auch die besten Debütdokumentationen aus Mitteleuropa ausgezeichnet.Das ELBE DOCK Festival. Foto: ELBE DOCK

Das Filmfest unter der Schirmherrschaft des Aussiger Oberbürgermeisters Petr Nedvědický steht in diesem Jahr unter dem Motto „Manipulation im Film“. Neben einer großen Bandbreite an Filmen, darunter auch das Debüt der deutschen Regisseurin Susanne Heinrich („Das melancholische Mädchen“), können sich die Besucher auf ein umfangreiches Begleitprogramm freuen. Darunter sind thematische Rundgänge, Begehungen von normalerweise unzugänglichen Orten, Konzerte, Lichtinstallationen, Workshops und Debatten. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk darauf, örtliche Gegebenheiten und lokale Künstler in das Rahmenprogramm miteinzubeziehen.

Vom 1. Bis zum 6.September begrüßt das Festival seine Besucher in Aussig und am 5. und 6.September zusätzlich in Dresden. Besonderer Schwerpunkt des Programms in Dresden ist es, das Bewusstsein für die tschechische Dokumentarfilmproduktion im Ausland zu vertiefen.

Für Studierende und alle, die sich wie solche fühlen möchten, gibt es das Spezialpaket „Watch and Travel“. Die Teilnehmer erwarten herausragende tschechische und deutsche internationale Filme, Diskussionen mit den Filmemachern und der Jury sowie Vorträge und Workshops mit erfahrenen Profis.

Die Filme werden auf Deutsch und Tschechisch gezeigt.

 Mehr Informationen zum Festival finden Sie hier.

Wann? 01.09. bis 06.09.2020

Wo? Aussig (Ústí nad Labem) und Dresden

Eintritt: 150 – 250 Kč

Burgen und Schlösser im Lichterglanz

Auch in diesem Jahr präsentieren sich in der „Hradozámecká-Nacht“ („Hradozámecká noc 2020“) in ganz Tschechien zahlreiche Denkmäler und historische Gebäude in einem ganz besonderen Licht und werden mit einem ausgefallenen Programm bespielt. Teilnehmende Orte sind Burgen, Schlösser, Klöster, Kirchen, aber auch Villen und Paläste. Der diesjährige Gastgeber ist das Schloss Münchengrätz (Mnichovo Hradiště), wo das Hauptprogramm stattfindet. Außerdem wird hier feierlich die Ausstellung „Die Erinnerung an die Familie wird dauern“, eine Erweiterung der Ausstellung „Der letzte Rest von Albrecht von Wallenstein“, eröffnet.

Besucher können sich auf geführte Nachtwanderungen in historischen Kostümen, Musik, Fecht- und Tanzvorführungen, Schlossinterieurs bei Kerzenlicht, Feuershows und vieles mehr freuen. Ob eine abenteuerliche Laternenwanderung durch den Graben der Burg Bouzvov, Filmvorführungen auf der Burg von Opočno oder die Gärten unterhalb der Prager Burg, es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm. Neben den Gärten der Prager Burg werden sich in Prag das Slovanka-Schloss, das Schloss Cheval (Chvalský zámek), das Palais Waldstein (Valdštejnský palác), sowie der Wallenstein-Garten (Valdštejnská zahrada) beteiligen.

 Mehr Informationen zu den Veranstaltungsorten und dem Programm finden Sie hier.

Wann? 29. - 30.08.

Wo? Ganz Tschechien

Eintritt: variiert je nach Veranstaltungsort

Ein abwechslungsreiches Programm lässt historische Orte in neuem Licht erstrahlen. Dazu gibt es geführte Nachtwanderungen in historischen Kostümen, Musik, Fecht- und Tanzvorführungen, Schlossinterieurs bei Kerzenlicht, Feuershows und vieles  mehr. Foto: Archiv NPÚ

Ein abwechslungsreiches Programm lässt historische Orte in neuem Licht erstrahlen. Dazu gibt es geführte Nachtwanderungen in historischen Kostümen, Musik, Fecht- und Tanzvorführungen, Schlossinterieurs bei Kerzenlicht, Feuershows und vieles mehr. Foto: Archiv NPÚ