Waldidylle - Foto: Isabelle Wolf

Es war ein langer Weg durch die tschechischen Wälder, auf dem ich vom Beerenverweigerer zur leidenschaftlichen Sammlerin mutierte. Für diese gravierende Persönlichkeitsentwicklung musste ich gegen antrainierte Prinzipien verstoßen und persönliche Grenzen überwinden – doch es hat sich gelohnt.

Boulderhalle in Prag - Foto: Isabelle Wolf

Im letzten Sonnenlicht flimmert der Magnesiumstaub, der Geruch von alten Sportmatten erfüllt die Luft, ab und zu dringt ein Fluchen ans Ohr. Was für Außenstehende womöglich nicht besonders einladend klingt, ist ein wahres Paradies für alle Boulderfans: der Prager Kletterclub „UltraAnt“.

Sommersandalen selbst gemacht - Foto: Isabelle Wolf

Ich bin ein Dorfkind, aufgewachsen in einer 400-Seelen-Gemeinde. Schon immerhabe ich meine Zeit gern in der Natur verbracht und es geliebt, im Sommer barfuß durch den Garten und das Dorf zu schlendern.Enge Schuhe mochte ich hingegen noch nie wirklich. Getragen habe ich sie dennoch – sie sehen schließlich schick aus.

Dorfimpression - eine Banaterin auf dem Weg nach Hause - Foto: Martin Barabáš

Saftig grüne Hügel prägen die Landschaft, Blütenduft liegt in der Luft. Im Hintergrund hört man die Kirchturmglocke schlagen. Schafe am Ortseingang mustern einen jeden Besucher zunächst misstrauisch, bevor sie ihn mit einem Blöken passieren lassen. Die Dorfbewohner verlassen in Trachten die Kirche. Willkommen im rumänischen Eibenthal.

Der Brünner Drache - Foto: Tomáš Randýsek

Vor Kurzem packte mich und meine Freundin die spontane Reiselust. Den Touristenmassen der Stadt Prag endlich einmal zu entkommen und auf weniger überfüllten Straßen zu wandeln, das war unser Plan. Über einem Glas Bier – natürlich – fiel also die Wahl auf Brünn (Brno), die „second city“ des Landes, in der sich Tradition und Moderne auf ihre eigene Weise vermischen sollten.

Bhutan ist für Europäer noch immer exotisch - Foto: Friederike Aschhoff

Ich reise sehr gerne, wie viele junge Leute. Am liebsten sind mir Fernreisen in Länder, wo ich den großen Touristenmassen entkomme und möglichst unverfälscht in eine andere Kultur eintauchen kann. Was für uns exotische Reiseziele sind, haben andere aber schon längst für sich entdeckt.

Zufälliges Opfer informeller Kommunikation - Foto: Harry1944, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Als ich zum ersten Mal vor drei Jahren für einen Freiwilligendienst nach Tschechien kam, waren das Land und seine Sprache noch sprichwörtliche böhmische Dörfer für mich. Mit der Zeit hat sich das geändert, doch es war ein langer Weg bis an den Punkt, an dem ich heute stehe.

Mittelalter live - Foto: Friederike Aschhoff

Mit dem Abstand von etwas mehr als einem Jahr war ich zweimal in Kuttenberg (Kutná Hora). Beide Besuche waren sehr gegensätzlich. Einmal gab es Kälte und Einsamkeit, das andere Mal Hitze und mittelalterlichen Trubel.

Klassiker der tschechischen Küche - Foto: Friederike Aschhoff

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Spruch zum Thema Essen stehen. Ich habe aber leider keinen passenden gefunden. Zahlreiche Restaurants hingegen, die ich in Prag besucht habe, nochmal besuchen möchte oder vorhabe zu besuchen, habe ich gefunden.

Illustration: Jiří Bernard

Čauky mňauky allerseits! Ich hab‘s mir selbst zuzuschreiben. So ehrlich muss ich sein. Und das schon zu Beginn meiner Juni-Zeilen an Sie, meine treuen Leser im weltweit mit großem Abstand schönsten deutschsprachigen Monats-Journal für Katzen und Politik, das in ganz Tschechien erscheint, und das man jetzt auch mehr und mehr an den Kiosken kaufen kann.

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