In Krakau besuchte die Gruppe unter anderem das jüdische Viertel Kazimierz.
In Krakau besuchte die Gruppe unter anderem das jüdische Viertel Kazimierz. Credit: Wikimedia Commons

Anfang Dezember reisten Mitglieder des Begegnungszentrums Havířov gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Podlesí in Havířov nach Krakau. Im Fokus der Reise stand die Geschichte Ostmitteleuropas.

Am 11. Dezember 2025 unternahmen 21 Mitglieder des BGZ Havířov zusammen mit 25 Schülern und zwei Lehrern des in Havířov ansässigen Gymnasiums eine gemeinsame Studienreise nach Krakau in Polen. Der Bus war vollständig ausgelastet.

Fokus auf Geschichte Ostmitteleuropas

Die Studienreise konzentrierte sich auf historische Entwicklungen in Ostmitteleuropa. Im Fokus der Reise standen die Geschichte des mittelalterlichen Deutschen Ordens, die Entstehung des historischen Preußens sowie die Rolle deutschsprachiger Bevölkerungsgruppen in Regionen wie dem ehemaligen Ostpreußen. In diesem Zusammenhang wurden auch die Ordensburg Marienburg (Malbork) als politisches und militärisches Zentrum des Ordensstaates sowie die Geschichte der Stadt Danzig und ihrer bis 1945 bedeutenden deutschen Bevölkerung thematisiert.

Besuch des jüdischen Viertel Kazimierz

In Krakau stand insbesondere die Geschichte der jüdischen Bevölkerung im Mittelpunkt. Besucht wurde das historische jüdische Viertel Kazimierz, wo sich zwischen 1936 und 1938 viele jüdische Flüchtlinge aus dem Deutschen Reich niederließen, die vor antisemitischer Verfolgung flohen. Daher wurde das Viertel auch „Klein-Berlin“ genannt. Im Rahmen des Besuchs des jüdischen Viertels Kazimierz wurde der Film Schindlers Liste thematisiert, der die Rettung von 1200 Jüdinnen und Juden durch Oskar Schindler darstellt. Viele der geretteten Personen stammten aus dem Krakauer Ghetto und wurden so vor dem sicheren Tod in Auschwitz bewahrt. 

Schüler sprechen mit Muttersprachlern

Darüber hinaus besuchte die Gruppe die Wawel-Hügelanlage mit der Kathedrale St. Stanislaus und Wenzel sowie weitere Kulturdenkmäler in der Krakauer Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Während der gesamten Reise hatten die Schülerinnen und Schüler durch die mitgereisten Mitglieder des BGZ die Möglichkeit, mit deutschen Muttersprachlern zu diskutieren. Zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten bereiteten die Schülerinnen und Schüler Präsentationen vor, die sie im Bus sowie im Laufe des Tages vortrugen. 

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