Die anhaltende Trockenheit hat den Stausee Husinec in Südböhmen auf einen historischen Tiefstand sinken lassen. Als erster Stausee des Landes hat er seinen nutzbaren Wasservorrat nahezu aufgebraucht. Die Region hat den Dürrenotstand ausgerufen.

Im Stausee bei Prachatitz (Prachatice) befanden sich zuletzt nur noch rund 30.000 Kubikmeter Wasser, etwa 1,3 Prozent seines gewöhnlichen Volumens. Der Pegel liegt nun sieben Meter unter dem Normalpegel. Seit Donnerstag wird nur noch so viel Wasser in den Fluss Blanitz (Blanice) abgegeben, wie dem Stausee zufließt. Der dauerhaft gefüllte Restwasserspeicher bleibt erhalten

Trinkwasserversorgung vorerst gesichert

Der ausgerufene Dürrenotstand ermöglicht es den Behörden, schneller auf die Wasserknappheit zu reagieren und Abflüsse aus dem Stausee anzupassen. So wird auch die Wasserabgabe aus dem Římov-Stausee reduziert, der mehr als 360.000 Menschen in Südböhmen versorgt. Nach Angaben der Wasserwirtschaft besteht derzeit keine Gefahr für die Trinkwasserversorgung. Auch der Betrieb des Kernkraftwerks Temelin sei nicht beeinträchtigt.

Eine rasche Entspannung ist allerdings nicht in Sicht. Laut Experten wären mehrere Monate mit ausreichenden Niederschlägen notwendig, um Flüsse und Stauseen wieder aufzufüllen.

Werden Sie noch heute LandesECHO-Leser.

Mit einem Abo des LandesECHO sind Sie immer auf dem Laufenden, was sich in den deutsch-tschechischen Beziehungen tut - in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft oder Kultur. Sie unterstützen eine unabhängige, nichtkommerzielle und meinungsfreudige Zeitschrift. Außerdem erfahren Sie mehr über die deutsche Minderheit, ihre Geschichte und ihr Leben in der Tschechischen Republik. Für weitere Informationen klicken Sie hier.