Auf einem ehemaligen Militärgelände im Nationalpark Böhmerwald (Šumava) lagern rund 1000 Tonnen belasteter Boden und 200 Fässer mit gefährlichen Chemikalien. Bayern hat Tschechien nun Unterstützung bei der Beseitigung der Umweltbelastung angeboten.
Vertreter beider Länder kamen am Montag im deutsch-tschechischen Bahnhof Eisenstein/Železná Ruda-Alžbětín zusammen. Der bayerische Landkreis Regen war durch Landrat Ronny Raith vertreten, für das tschechische Umweltministerium nahm Vizeminister Pavel Vlček teil. Vereinbart wurde unter anderem ein fortlaufender Informationsaustausch über den Fortschritt der Arbeiten.
Sanierung soll bis 2028 dauern
Das belastete Gelände Dobrá Voda befindet sich bei Stubenbach (Prášily) und ist etwa so groß wie zwei Fußballfelder. Noch in diesem Jahr sollen die Fässer und weitere Gegenstände aus dem Boden entfernt werden. Anschließend ist die Sanierung des möglicherweise kontaminierten Erdreichs vorgesehen. Die Kosten werden auf 192 Millionen Kronen (ca. 7,8 Millionen Euro) geschätzt, abgeschlossen werden sollen die Arbeiten bis Juni 2028.
Die Armee hat bereits mit Untersuchungen begonnen, das Gelände wird derzeit von Polizei und Militär bewacht. An dem grenzüberschreitenden Treffen beteiligten sich auch Vertreter der Nationalparks Bayerischer Wald und Böhmerwald sowie Fachleute für Dekontamination und Wasseraufbereitung.
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