Das Museum Wischau (Vyškov) zeigt ab dem 16. Juni die Sonderausstellung „(Un)vergessen – Die deutsche Sprachinsel im Raum Wischau“. Die Ausstellung widmet sich der Geschichte, Kultur und Erinnerung an die einst bedeutende deutschsprachige Gemeinschaft der Region.
Im Museum Wischau (Vyškov) wird am Freitag, den 19. Juni 2026, die Ausstellung (Un)vergessen / (Ne)zapomenutí – Die deutsche Sprachinsel im Raum Wischau feierlich eröffnet. Die Schau ist bereits seit dem 16. Juni zugänglich und kann bis zum 3. Januar 2027 besichtigt werden. Sie entstand in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft Wischauer Sprachinsel e. V. und beleuchtet die Geschichte der deutschen Sprachinsel im Raum Wischau.
Die Vernissage beginnt um 17 Uhr. Geplant sind Grußworte von Museumsdirektor PhDr. Miroslav Nedorostek, Dr. Lilia Antipow-Altrichter vom Haus des Deutschen Ostens in München, der Vorsitzenden der Gemeinschaft Wischauer Sprachinsel, Monika Ofner-Reim, sowie einem Vertreter der Stadt Wischau. Musikalische Beiträge, eine gemeinsame Besichtigung der Ausstellung und ein Empfang runden das Programm ab.
Vernissage: Freitag, 19. Juni 2026, 17 Uhr
Ort: Museum Wischau (Muzeum Vyškovska)
Ausstellungsdauer: 16. Juni 2026 bis 3. Januar 2027
Die Wischauer Sprachinsel war ein deutschsprachiges Siedlungsgebiet in Mähren rund um die Stadt Wischau (Vyškov) östlich von Brünn (Brno). Die deutschen Siedler kamen im Zuge der mittelalterlichen Kolonisation in die Region und bewahrten über Jahrhunderte ihre Sprache und Kultur. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in mehreren Dutzend Dörfern der Umgebung überwiegend Deutschsprachige. Nach Kriegsende wurden die meisten Deutschen aus der Region vertrieben. Heute erinnert die Gemeinschaft Wischauer Sprachinsel e.V. an die Geschichte und das kulturelle Erbe der ehemaligen Sprachinsel und pflegt die Kontakte zwischen den Nachkommen der Vertriebenen und ihrer alten Heimat.
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