Ausgezeichnet werden journalistische Beiträge, die u.a. die „Brückenfunktion“ der deutschen Minderheit in Tschechien würdigen. Die Preisverleihung findet in diesem Jahr online statt.

Es ist bereits das dritte Mal, dass die Landesversammlung der deutschen Vereine in Kooperation mit der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland sowie mit der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen den Preis verleiht. Ursprünglich war die feierliche Verleihung in Mährisch Schönberg (Šumperk), dem Geburtsort Hans „Johnny“ Kleins, geplant. Aufgrund der pandemischen Lage entschieden sich die Veranstalter jedoch, die Preisverleihung in den Online-Raum zu verlegen. Verfolgt werden kann die Veranstaltung am Samstag, den 27. November 2021, ab 16 Uhr auf dem YouTube-Kanal der Landesversammlung, und zwar unter folgendem Link: https://www.youtube.com/watch?v=2Qm7yw6V2tM

Grußworte halten Tomáš Spurný, Bürgermeister der Stadt Mährisch Schönberg, Gerd Müller (CSU), geschäftsführender Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der geschäftsführende Regierungssprecher der Bundesrepublik Deutschland (Video), Hartmut Koschyk von der Stiftung Verbundenheit sowie Reinfried Vogler von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen. Das Programm wird außerdem der Kindergesangschor „Motýli Šumperk“ („Schmetterlinge Schönberg“) mitgestalten. Auch Johnny Kleins Sohn, Alexander Klein, wird anwesend sein und zum Abschluss der Veranstaltung sprechen.

Zum Preis

Die Ausschreibung richtete sich an Wissenschaftler, Journalisten, Publizisten und Akteure der Zivilgesellschaften aus Deutschland, Österreich und Tschechien. Die Jury suchte unter anderem journalistische oder populärwissenschaftliche Beiträge, welche einen deutsch-tschechischen Zusammenhang zum Thema haben, das gegenseitige Verständnis in Europa fördern und die Brückenfunktion der deutschen Minderheit in Tschechien würdigen. Ausgezeichnet werden die zwei besten Beiträge (dotiert mit 5.000 Euro bzw. 2.500 Euro), zudem wird ein Nachwuchs-Förderpreis verliehen (für Teilnehmende bis 35 Jahre; dotiert mit 1.500 Euro).

„Journalisten und Medien spielen eine ganz wichtige Rolle, wenn Verständigung, wenn Ausgleich, ein besseres Miteinander zwischen Völkern nach gigantischen historischen Belastungen gelingen sollen. Alleine die bisherigen Preisträger und gekrönten journalistischen Arbeiten des Johnny Klein Preises haben deutlich gemacht, was hier Medien leisten können und welche tollen qualifizierten Beiträge von der Jury für preiswürdig befunden wurden und ich bin mir sicher, dass wir auch in diesem Jahr wieder Beiträge eingesandt bekommen“, sagte Hartmut Koschyk im Rahmen der Preisausschreibung in einem Gespräch mit LandesEcho

Hans „Johnny“ Klein

Der 1931 in Mährisch Schönberg geborene spätere Journalist und Politiker setzte sich ein Leben lang für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Tschechen ein. Hierfür erhielt der CSU-Politiker unter anderem den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Um an Kleins Lebenswerk zu erinnern, rief die Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechischen Republik e.V. im Jahr 2016 den „Johnny Klein Preis“ ins Leben. In diesem Jahr wird er zum dritten Mal verliehen, zum 90. Geburtstag und 25. Todestag des Namensgebers.