Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck plant, in Eger (Cheb) ein neues Werk zu errichten. An dem neuen Standort sollen künftig Fahrzeuge montiert werden.

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck investiert „einen niedrigeren bis mittleren dreistelligen Millionenbetrag“ in den Bau eines neuen Montagewerks in Eger. „Genau diese Art von Investitionen braucht die Tschechische Republik, denn sie eröffnet tschechischen Unternehmen neue Möglichkeiten, fördert die technische Ausbildung und stärkt unsere wirtschaftliche Souveränität. Und sie hat eine zusätzliche, grundlegende Dimension für die Region Karlsbad: Sie bringt qualifizierte Arbeitskräfte, diversifiziert die Wirtschaft der Region und hilft, deren langfristigen Wandel anzukurbeln“, äußerte sich Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček (ANO). Der Bau des neuen Werks soll planmäßig 2027 beginnen. Eine vollständige Inbetriebnahme könnte 2030 erfolgen. An dem neuen Standort in Eger sollen künftig Fahrzeuge mit konventionellen (Diesel-) und alternativen Antrieben montiert werden – bis zu 25.000 Einheiten im Jahr. Dabei sollen rund 1000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Daimler Trucks möchte Kosten sparen

Die Produktpalette von Daimler Trucks reicht von schweren Langstrecken-Lkw über 8-Tonner für den städtischen Verkehr bis hin zu Spezialfahrzeugen. Das Unternehmen hat Produktionsstätten weltweit, unter anderem in Aksaray (Türkei), in Molsheim (Frankreich) und in Wörth am Rhein, welches als Dreh- und Angelpunkt der Lkw-Produktion fungiert. Durch den neuen Standort in Tschechien möchte Daimler Truck unter anderem Kosten sparen, um sein Hauptwerk in Wörth, in Rheinland-Pfalz halten zu können: „Mit unserem neuen Montagewerk in Cheb stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit unseres Produktionsnetzwerkes mit Fokus auf Kostenoptimierung und Komplexitätsmanagement. Dies ermöglicht uns Wertschöpfung und Beschäftigung am Standort Wörth zu sichern und hier auch weiterhin investieren zu können“, erklärte Achim Puchert, CEO Mercedes-Benz Trucks. Tschechischen Medienberichten zufolge steht eine Genehmigung des Projekts durch die Behörden und den Stadtrat in Eger noch aus.

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