In Karlsbad wurden 550 deutsche Gräber erfasst, sowie 44 weitere, die vermutlich der deutschen Minderheit zuzuschreiben sind. Foto: Michaela Danelová

2020 war ein turbulentes Jahr! Wir werfen einen Blick zurück und präsentieren Ihnen noch einmal unsere in diesem Jahr meistgelesenen Beiträge - größtenteils abseits von Meldungen über Corona-Maßnahmen, Lockdowns oder die neusten Infektionszahlen. Auf Platz 1: "Deutsche Gräber in katastrophalem Zustand." Ein halbes Jahr lang dokumentierte die Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechischen Republik den Zustand von 15.000 deutschen Gräbern in den Bezirken Aussig und Karlsbad. Das traurige Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Gräber befindet sich in einem katastrophalen Zustand.

Conrad von Soest: Die Geburt Christi, 1404. Foto: Creative Commons CC0

Früher, an langen Winterabenden, erzählten die Großmütter ihren lauschenden Enkeln Märchen und Sagen von verborgenen Schätzen, verschwundenen Prinzessinnen, Raubrittern, Gespenstern und feurigen Drachen und überlieferten so diese Volksschätze der Nachwelt. Zum Abschluss der Sagen-Serie aus dem Kuhländchen bringen wir Ihnen noch einige Sagen aus der Weihnachtszeit näher.

„Humor der Deutschen aus dem Isergebirge.“ Zusammengestellt und gestaltet nach Erinnerungen von Heinz Wendt und Christa Petrásková. Erhältlich im Buchhandel. Foto: Haus der deutsch tschechischen Verständigung Gablonz an der Neiße

Die Spuren der Deutschböhmen im Isergebirge drohen zu schwinden. Um sie weiterhin sichtbar zu machen, veröffentlichte das „Haus der deutsch-tschechischen Verständigung“ in Reinowitz (Rýnovice) in der Vergangenheit bereits ein Buch zu den Essgewohnheiten der einstigen Bewohner des Sudetenlandes sowie ein literarisches Werk, das Schicksale infolge der Vertreibung dokumentiert. In seiner jüngsten Publikation widmet man sich dem Humor der Deutschböhmen aus dem Isergebirge.

Volkstrauertag im Hultschiner Ländchen. Foto: Wolfgang Wranicki

Seit 1952 findet jedes Jahr zwei Sonntage vor dem ersten Advent der Volkstrauertag statt, an dem der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht wird. Traditionell beteiligt sich auch die deutsche Minderheit in Tschechien am Gedenken, das in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie allerdings nur in beschränktem Umfang stattfinden konnte. Deutsche Vereine aus dem Egerland und Schlesien haben darüber berichtet.

Christbrot. Foto: Wikimedia Commons/ Karl Gruber (CC BY-SA 4.0)

Zum zweiten Advent haben wir eine berührende Weihnachtsgeschichte aus alten Tagen für Sie. Unter dem Text finden Sie auch das dazugehörige Rezept.

Traditionell werden im Begegnungszentrum Pilsen Adventskränze gebastelt. Hier ein Foto aus 2018. Foto: BGZ Pilsen/ Terezie Jindřichová

Der Advent ist da! Diese Zeit in Erwartung des Weihnachtsfests ist voller Gedenktage, Traditionen und Bräuche. Einige davon, die teilweise auch heute noch von der deutschen Minderheit in Tschechien gepflegt werden, hat Irene Kunc vom Verband der Deutschen in Mährisch Trübau (Moravská Třebová) zusammengetragen.

Das Casino an der Kurallee in Franzensbad. Foto:  Richard Huber, Franzensbad Casino, CC BY-SA 3.0

Die Bohemia Troppau bietet jedes Jahr für Angehörige der deutschen Minderheit Kuraufenthalte an, besonders die Orte im böhmischen Bäderdreieck sind dabei sehr beliebt. Hans Korbel, Vorsitzender des Schlesisch-Deutschen Vereins Troppau, berichtet von seinem diesjährigen Kuraufenthalt in Franzensbad.

Das ehemalige Gut von Kaltenbach (Studený) auf einer historischen Aufnahme. Foto: R. Heinrich

Seit 13 Jahren arbeitet Jitka Tůmová an einem Buch über die zwei Dörfer Limpach und Kaltenbach. Es ist fast fertig und erinnert an die einst deutschen Bewohner. Noch fehlt aber Geld für den Druck.

Mit der Schlacht am Weißen Berg bei Prag begann vor 400 Jahren der Dreißigjährige Krieg. Foto: Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Am 8. November vor 400 Jahren begann bei Prag die Schlacht am Weißen Berg. Es war die erste große militärische Auseinandersetzung im Dreißigjährigen Krieg. An vielen Orten, aber auch in einigen Sagen können wir noch heute Erinnerungen an die Schweden finden, die während des Krieges durchs Land zogen. So auch im Kuhländchen.

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