Aktuelle Seite: Startseite

Anzeige

Wirtschaftsuniversität Prag VŠE

Wo lebt die deutsche Minderheit? - Oppeln (Opole), Polen

Dresden an der Moldau

Dresden - die neue Metropole an der Moldau

 

Studien belegen: Tschechien hat den Größeren!

Nach eingehendem Studium der Flussläufe von Moldau (Vltava) und Elbe (Labe), hat eine Expertenkommission unter Leitung des angesehenen Schweizer Fluss-Fluss-Experten Uri Norbert Fug (54) der EU eine Studie vorgelegt, die Handeln anmahnt.

 

Europa verbinden – Jugend bewegen: Neues Sommercamp für Jugendliche der Deutschen Minderheit

Sommercamp 2014

Zum ersten Mal veranstalten das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) und das Goethe-Institut Krakau in Kooperation mit dem Bund der Jugend der Deutschen Minderheit und der Deutschen Bildungsgesellschaft (dbg) aus Oppeln ein Sommercamp, das vom 6. bis 19. Juli 2014 in Nowy Gierałtów (Wojewodschaft Niederschlesien, Polen) stattfindet. Es richtet sich an Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren aus der Deutschen Minderheit (DMi) in Polen, Tschechien, Rumänien, Kroatien, der Ukraine und der Slowakei sowie an deutsche Jugendliche.

 

Alltagsdeutsch im Wandel

 KarottenmigrationBereits in der zehnten Runde befindet sich das Projekt „Atlas der deutschen Alltagssprache“ der Universitäten Lüttich und Salzburg. Seit 2003 erstellen die beiden Universitäten in enger Kooperation Umfragen zum Sprachgebrauch in Deutschland, Österreich, der deutschsprachigen Schweiz, Südtirol, Ostbelgien und Luxemburg. Dabei kommt es den Forschern nicht auf das Hochdeutsch an, sondern auf die ortsübliche Alltagssprache an fast 500 Ortspunkten, die sie vergleichen.

 

„Der politische Islam ist konfliktfördernd“

Der deutsch-ägyptische Politologe und Buchautor Hamed Abdel-Samad ist ein beliebter Gast bei Talkshows und im Feuilleton. Während einer Stippvisite in Prag sprach er mit der LZ über den Islam.

Hamed Abdel-SamadSie sagen, Sie seien vom Glauben zum Wissen konvertiert. Schließt das eine das andere aus?

Das muss sich nicht ausschließen, wenn man beides auseinanderhält. In meinem Fall ging es aber nicht anders, da der Glaube in meine Erziehung sehr tief eingedrungen war – und in meine Lebensplanung. Mein Vater war ja Imam. Das war schon ein Hindernis. Denn wenn der Glaube zu viel Einfluss auf die Erziehung, auf die politische Ausrichtung, auf das Verständnis von Forschung, Wissenschaft hat, dann kann das eine das andere ausschließen. Es gibt gläubige Menschen, die wissend sind – Wissenschaftler, die Glauben und Wissen voneinander getrennt haben. Da eine Trennung für mich nicht möglich war, da ich in meiner Kindheit die Religion sozusagen mit der Muttermilch bekommen habe, war zunächst mal die radikale Lösung, sich von einer Seite zu trennen, um auf der anderen Seite anzukommen.

Haben Sie sich von der Religion oder vom Glauben getrennt? Das ist ja ein Unterschied.

Es ist ein Unterschied. Glaube ist etwas, was nicht erfassbar ist. Es ist etwas, das immer im Wandel, in Bewegung ist. Wissen auch. Ich halte nichts von Aspekten der Religion, des Glaubens, die exklusiv sind, die andere ausgrenzen, die gegen die Vernunft, die gegen ein friedliches Zusammenleben sind. So gesehen habe ich mich von den politischen und juristischen Seiten des muslimischen Glaubens, konfliktgeladen oder konfliktfördernd sind, getrennt.

 

Schwejks neueste Abenteuer im Osten

schwejkTschechien exportiert viele Dinge nach Russland, von Autos bis zu unerlässlichen Komponenten für Atomkraftwerke. Der kulturelle Austausch hängt dem etwas hinterher, mag man meinen. Einen Vertreter der tschechischen Kultur aber kennen vor allem die älteren Russen noch sehr gut: den braven Soldaten Schwejk. Jaroslav Hašeks Figur hat als Warnung vor der Absurdität des Krieges ihren Einzug in das kulturelle Bewusstsein des größten Landes der Welt gehalten. Das mag auch mit Hašeks Zeit als Politkommissar der Roten Armee zu tun haben, die es wohl erst ermöglichte, dass sein Roman – wenn auch um diverse Vulgaritäten bereinigt – in der damaligen Sowjetunion veröffentlicht werden konnte. Wie sehr der Eindruck der Irrungen und Wirrungen des „behördlich anerkannten Idioten“ Schwejk im Ersten Weltkrieg nachwirkt, zeigt nun die Stadt Samara an der Wolga. Dort wurde nämlich gerade letzten Freitag feierlich ein neues Denkmal für die Romanfigur enthüllt: Ein bronzener Schwejk sitzt mit verschmitztem Gesichtsausdruck und Pfeife rauchend auf einem Pulverfass Pyroxylin mit einem Spitz zu seinen Füßen. Die Bildhauer Alexander und Nikolai Kuklew sind aber nicht die ersten Künstler, die Schwejk in Russland verewigt haben. Eine lebensgroße Statue steht auch in St. Petersburg. Auch im polnischen Sanok, das früher eine k.u.k.-Garnisonsstadt im Karpatenvorland war, schwejksanokhat man dem braven Soldaten, der weder brav noch sonderlich soldatisch ist, ein Denkmal gebaut. Die Ukraine hat den Schwejk-Stoff sogar in Zusammenarbeit mit dem englischen Autor und Regisseur Robert Crombie als Animationsfilm (tschechischer Trailer auf youtube: hier) umgesetzt. In Tschechien steht noch kein Denkmal für Hašeks berühmteste Schöpfung, dafür hat der Tschechische Rundfunk in diesem Jahr zum 130. Geburtstag des Autors mit dem Schauspieler Oldřich Kaiser eine 20-teiligen Schwejklesung aufgenommen und ausgestrahlt (frei zu hören beim Tschechischen Rundfunk: hier). Die echten Fans halten aber auch die 13-teilige Radioserie aus dem Jahr 1956 mit Jan Pivec in Ehren (hier). Von den unzähligen Filmen ganz zu schweigen. Vielleicht gelingt es ja dem südböhmischen Städtchen Putim (Butin), das auch im Roman Erwähnung findet, doch noch eine Statue aufzustellen. Der Wille ist da, doch ganz Schwejk-typisch fehlt es an Geld - man sammelt noch.

 

She She Pop und 40 Jahre Schubladen

akzent2013Noch bis Montag (18.11.) läuft in Prag das Theaterfestival „Akcent 2013“ (wir berichteten). Johanna Freiburg und Ilia Papantheodorou, die mit dem Theaterkollektiv She She Pop und dem Stück „Schubladen“ am Festival teilnehmen, haben uns kurz vor ihrem Auftritt am Samstag ein paar Fragen beantwortet.

Was verbirgt sich hinter dem Titel „Schubladen“ ?

JF: Für „Schubladen“ haben wir angefangen unsere eigenen Schubladen aufzumachen. Wir haben in Kellern und auf Dachböden nach persönlichem Material gesucht, nach Briefen, Tagebüchern, Schulbüchern und Büchern, die wir gerne gelesen haben. Wir haben uns damit beschäftigt, wie wir aufgewachsen sind, wie wir der Mensch geworden sind, der wir heute sind. Wir haben uns gefragt, wie wir zu den Überzeugungen gekommen sind, die wir heute haben. Wir von She She Pop sind in Westdeutschland aufgewachsen und haben uns für „Schubladen“ drei Gegenüber gesucht, drei ähnliche Frauen im selben Alter, die aber in der DDR aufgewachsen sind. Wir erzählen uns praktisch auf der Bühne gegenseitig unser Leben. Die ersten zwanzig Jahre haben wir in unterschiedlichen Systemen verbracht und die letzten zwanzig Jahre gemeinsam in einem. Es geht also darum, anhand dieser Schubladen das Schubladendenken anzusehen.

IP: Wir schaffen gleichzeitig eine kollektive Autobiographie von 40 Jahren deutsch-deutscher Geschichte aus persönlicher Sicht durch eine Art Polylog mit sechs Frauen auf der Bühne. Dabei steht immer eine Westdeutsche einer Ostdeutschen gegenüber. Wir verfolgen die Idee, dass „Wiedervereinigung“ zwar stattgefunden hat, man sie aber erstmal leisten muss, damit sie auch wahr wird. Man muss den Austausch tatsächlich betreiben und nicht einfach für selbstverständlich nehmen. Deswegen zeigen wir bei „Schubladen“ die Wiedervereinigung als Performance und als Leistung.

JF: Wir begegnen uns mit Distanz und gehen nicht davon aus, dass wir verstehen und wissen. Wir haben uns selbst die Erlaubnis gegeben an jeder Stelle zu sagen: „Erkläre!“, „Definiere!“, „Was heißt das?“, „Was meinst du dazu?“. Wir gucken ein bisschen auf das Eigene wie Fremde oder Anthropologen auf fremde Kulturen. Es ist ein Blick auf die eigene Lebensgeschichte. Man ist eigentlich durch das persönliche Material sehr nah dran und versucht eine Distanz herzustellen in dem Spiegel gegenüber.

 

Aktuelle Artikel - Radio Prag

Zitat des Tages

Wieslaw Brudzinski: „An ihren verbotenen Früchten werdet ihr sie erkennen.“
von zitate-online.de

Unsere Kooperationspartner

 

tschechien-online

prag-aktuell

Man spricht Deutsch

Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren

Verlag Host Brno

kidscompany

Wetter

x



Das LandesEcho wird gefördert durch:
Institut für Auslandsbeziehungen (ifa)         ministerstvo-kultury-mini

Zum Anfang

Copyright © 2014 Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien. Alle Rechte vorbehalten.