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Jubiläum - Der Zukunftsfonds als Spiritus movens der Deutsch-tschechischen Erklärung

Logo: Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds

Zum 20. Jahrestag der Deutsch-tschechischen Erklärung vom 21.1.1997

Als am 21.1.1997 die Regierungschefs der Bundesrepublik Deutschlands und der Tschechischen Republik in Prag die „Deutsch-tschechische Erklärung über die gegenseitigen Beziehungen und deren künftige Entwicklung" unterzeichneten, wurde eine feste Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern gelegt. 

Im Zuge der Erklärung wurden mit dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und dem Deutsch-Tschechischen Gesprächsforum zwei Institutionen ins Leben gerufen, die die Neu-Ausrichtung langfristig garantieren und mit Leben füllen sollten. 

Seit seiner Gründung 1998 hat der Zukunftsfonds rund 54 Millionen Euro für 9500 deutsch-tschechische Projekte zur Verfügung gestellt. Die geförderten Aktivitäten verteilen sich gleichmäßig auf Deutschland und die Tschechische Republik. Etwa ein Drittel aller Projekte findet auf beiden Seiten der Grenze statt. Zu den wichtigsten Förderbereichen zählen der Schüler- und Jugendaustausch sowie die kulturelle Zusammenarbeit. Mehr als 350 000 Kinder und Jugendliche aus beiden Ländern hatten seitdem Gelegenheit, sich gegenseitig kennen zu lernen und sich mit Sprache und Alltag im Nachbarland vertraut zu machen. Ca. 1/3 der Stiftungsmittel werden jährlich für Kulturprojekte aufgewendet. Seit seiner Gründung hat der Zukunftsfonds etwa 3 000 kulturelle Projekte gefördert, die sich an Hunderttausende Bürger aus beiden Ländern richteten. Ein weiterer großer Teil der Fördergelder fließt in den Dialog der Zivilgesellschaften beider Länder auf den unterschiedlichsten Ebenen. Die wichtigste Plattform bietet dabei das Deutsch-Tschechische Gesprächsforum. Der Fonds trägt auch zum Erhalt des deutschen Kulturerbes in Tschechien bei. 100 Millionen CZK wurden zur Renovierung von über 200 Kirchen und christlichen Friedhöfen im tschechischen Grenzgebiet zur Verfügung gestellt. Weitere ca. 15 Millionen CZK flossen in Projekte zur Renovierung von 14 Synagogen und 17 jüdischen Friedhöfen.

Seit 2012 reagiert der Fonds mit den Projektausschreibungen zum Thema des Jahres auf die aktuelle Entwicklung der deutsch-tschechischen Beziehungen. Das Thema des Jahres 2017 lautet „medien.kompetenz.fördern“. In den letzten Jahren stand im Fokus des Zukunftsfonds auch der Dialog über Migration oder – unter dem Motto „Grenze verbindet" – die Entwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in den Grenzgebieten.

 „Die Qualität der deutsch-tschechischen Beziehungen hat sich in den letzten 20 Jahren enorm verändert. Heute diskutieren Tschechen und Deutsche schon nicht mehr so sehr über die Vergangenheit, sondern vielmehr über aktuelle Fragen wie etwa Migration", bilanziert Tomáš Jelínek, Geschäftsführer des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Gemeinsam mit dem Gesprächsforum hat der Zukunftsfonds bei den Meinungsforschungsinstituten Allensbach und STEM eine Umfrage in Auftrag gegeben, die die gegenseitige Wahrnehmung beider Gesellschaften 20 Jahre nach Unterzeichnung der Deutsch-tschechischen Erklärung untersucht. Die Ergebnisse der Umfrage werden am 30. Januar 2017 auf einer Konferenz in Prag vorgestellt.  „Es hat sich gezeigt, dass die gegenseitige Wahrnehmung dort am positivsten ist und die Zusammenarbeit am konstruktivsten, wo die Menschen regelmäßig den Austausch miteinander suchen; das gilt insbesondere für das deutsch-tschechische Grenzgebiet", erklärt Jelínek.

Um das bessere Verständnis zwischen Deutschen und Tschechen zu fördern, hat der Deutsch-tschechische Zukunftsfonds in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Journalistenverband (DJV) und dem Journalistensyndikat der Tschechischen Republik (Syndikát novinářů ČR) 2016 erstmals den Deutsch-tschechischen Journalistenpreis ausgeschrieben. Mit ihm werden deutsche und tschechische Journalistinnen und Journalisten ausgezeichnet, die vorurteilsfrei und differenziert über das jeweilige Nachbarland berichten. Am 29. Januar 2017 findet in Prag die feierliche Preisverleihung statt.

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