Foto: Festung Spielberg

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt beendete zum 1. April die parlamentarische Enquete-Kommission zur Ästhetisierung des äußeren Erscheinungsbildes der Tschechischen Republik ihre Arbeit. Nach jahrelangem Tauziehen um Einzelheiten wurden nach dem Besuch des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping nun plötzlich Nägel mit Köpfen gemacht.

Logo: Visegrád Gruppe

Die Intervention der deutschen Botschafter in den vier mittel-osteuropäischen Visegrád-Ländern (V-4) war nicht vergeblich: Die Beschlüsse des Prager Gipfels von Tschechien, Polen, Ungarn und der Slowakei fielen weniger hart als erwartet gegen den Flüchtlingskurs Angela Merkels aus. Die Regierungschefs aus Prag und Warschau, Bohuslav Sobotka und Beata Szydło, wirkten mäßigend auf ihre Kollegen aus Ungarn und der Slowakei, Viktor Orbán und Robert Fico, ein.

 

 

Foto: Kurt Biedenkopf

Als in Deutschland die Mauer fiel und das Land seiner Wiedervereinigung entgegenstrebte, hatte sich Kurt Biedenkopf, der 1930 in Ludwigshafen am Rhein geboren wurde, eigentlich gerade aus der Tagespolitik verabschiedet. Diese neue Herausforderung lockte ihn, der sich seit den 1970er Jahren in leitenden Positionen für die christdemokratische CDU engagierte, aber zurück. Er wurde 1990 Ministerpräsident Sachsens und blieb es bis zu seinem Rücktritt im Jahr 2002.

Foto: Miloslav Ransdorf - Bild: Commons/Janwikifoto

Es gibt Angenehmeres, als vor dem eigenen Haus von einer Meute wissbegieriger Journalisten erwartet zu werden, die einen wegen einer womöglichen Strafsache einvernehmen wollen. Als der langjährige tschechische EU-Abgeordnete für die Kommunistische Partei (KSČM), Miloslav Ransdorf, am Wochenende aus Zürich kommend aus seinem Auto stieg, hatte er denn auch nur einen harschen Satz für die wartenden Fernsehleute: „Hauen Sie ab hier!" 

 

Foto: Protest in kalter Wohnzimmeratmosphäre - Bild: LE/tra

Ein Totenkopf aus Rauch ziert die zweisprachig deutsch-tschechischen Protestpostkarten, die die Umweltorganisation Greenpeace zusammen mit den Grünen aus Sachsen und Brandenburg nach Prag gebracht hat. Insgesamt sind es etwa 40 000 Postkarten, die die Menschen aus der Lausitz unterschrieben und eingesandt haben. Gerichtet sind sie an die Vorstandsvorsitzenden der tschechischen Energiekonzerne ČEZ, Daniel Beneš, und EPH, Daniel Křetinský, die Interesse an der Übernahme der Braunkohletagebaue der Firma Vattenfall in der Lausitz bekundet haben.

 

 

Foto: Botschafter Ferdinand Trauttmansdorff - Bild: LE/tra

Seit 2010 ist Ferdinand Trauttmansdorff nun schon Österreichs höchster Vertreter in Prag. Diese ungewöhnlich lange Zeit für einen Diplomaten nutzte der Botschafter ausgiebig zum Ausbau der Beziehungen zwischen Prag und Wien. Die Erfolge seiner nun endenden Amtszeit an der Moldau würdigte die tschechische Regierung jetzt mit einer Auszeichnung.

 

 

Foto: Václav Klaus - Bild: Wiki/DerHuti

Angesichts der Flüchtlingskrise hat der frühere tschechische Staatschef Václav Klaus Neuwahlen oder eine Volksabstimmung verlangt. Dieser Schritt sei aus seiner Sicht unumgänglich, weil die Regierung es nicht vermocht habe, in Brüssel verbindliche Quoten für die Verteilung von Flüchtlingen zu verhindern, sagte Klaus am Donnerstagabend im Prager Fernsehsender ČT24.

 

Foto: Pavel Bělobrádek - Bild: EPP/Wikipedia

Tschechiens christdemokratischer Vizepremier Pavel Bělobrádek hat in ein Wespennest gestochen: am vergangenen Wochenende nutzte er einen Arbeitsbesuch in München, um dem dortigen Sudetendeutschen Haus einen Besuch abzustatten. Dorthin hat sich noch nie ein tschechischer Regierungs-Politiker verlaufen. Mehr noch: Belobradek ehrte dort die Opfer der Gewalt bei der Vertreibung der Sudetendeutschen aus der Nachkriegs-Tschechoslowakei mit einem Blumengebinde.

 

Foto: Prager Burg mit Verbotsschild - Bild: tra

Die in Tschechien kontrovers diskutierte Reise von Präsident Milos Zeman zu den Siegesfeierlichkeiten in Moskau zum 70. Jahrestag des Kriegsendes sorgt jetzt auch schon für einen diplomatischen Eklat zwischen Prag und Washington.

 

Bild: Grenzstein

Die Tschechische Republik will derzeit keine Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien aufnehmen und widersetzt sich damit einem entsprechenden Wunsch der EU. Der sozialdemokratische Innenminister Milan Chovanec soll die Haltung der Regierung in Prag nach einem Kabinettsbeschluss am Freitag bei Beratungen der EU in Brüssel erläutern.

 

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