Die Wanderausstellung „Unter einem Dach“ des Vereins Antikomplex zeigt in ungewöhnlicher Weise Geschichten deutscher-tschechischer Freundschaften, deren Verbindung ein Haus ist. Auf sieben Tischen voller Erinnerungsstücke werden die Häuser vorgestellt, die einst Deutschen gehörten und heute von Tschechen bewohnt werden.

Sylvia Stiersdorfer beim Ausstellungsrundgang - Foto: Tomáš RandýsekIn Prag eröffnete Sylvia Stiersdorfer, die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, die Schau in der Repräsentanz des Freistaats Bayern. In ihrem Grußwort zur Vernissage betonte sie, dass es oft die Bürger selbst seien, die für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Staaten sorgten und nicht immer die große Politik. Dies zeige diese Ausstellung besonders deutlich. Sie freute sich zudem, dass gerade junge Menschen diese Versöhnungsarbeit leisten.

Entstanden ist „Unter einem Dach“ im Rahmen des Projekts „Versöhnung“ und präsentiert neben den Geschichten der entstandenen Freundschaften auch Alltagsgegenstände und Erinnerungen der Bewohner.  

Die Ausstellung ist in den Galerieräumen der Repräsentanz des Freistaats Bayern in der Tschechischen Republik (Michalská 12) vom 3. Juni bis voraussichtlich Ende August werktags von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.


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