Noch bis zum 2. Januar kann man im Haus der nationalen Minderheiten in Prag (Vocelova 602/3) die Ausstellung des Kulturverbands „Schicksal der Deutschen aus dem Isergebirge in den Jahren 1948 bis 1968“ sehen. Es ist der zweite Teil einer Schau über die Schicksale von Deutschen aus dem Isergebirge.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg trafen sich viele Vertriebene aus dem Isergebirge in Südbayern wieder und gründeten nordöstlich der Stadt Kaufbeueren den Stadtbezirk Neugablonz. Auf dem Gelände einer ehemaligen Sprengstofffabrik siedelten sich nach 1945 etwa 18 000 Vertriebene an. Dort blühten die Schmuck- und Glasindustrie sowie die Traditionen der Deutschen aus dem Isergebirge wieder auf.

Neben der Ausstellung in Prag ist derzeit der dritte Teil der Schau noch bis zum 20. Januar im Haus der deutsch-tschechischen Verständigung in Reinowitz bei Gablonz (Jablonec nad Nisou) zu sehen.

Ein vierter Teil ist ebenfalls in Planung. Dieser soll sich dann auf die Zeit von 1989 bis auf die Gegenwart konzentrieren und wird ebenfalls wieder als Wanderausstellung konzipiert.